Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Hütter steigt aus und geht zu Gladbach – ein unerhörtes Manöver

Von der Eintracht zur Borussia: Trainer Adi Hütter.
Von der Eintracht zur Borussia: Trainer Adi Hütter.

Adi Hütters Wendemanöver stürzt den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt in eine heikle Situation. Warum der Trainer das eigentlich nicht machen kann.

Das ist ein Wortbruch und kein Kavaliersdelikt. Im Februar sagte Adi Hütter: Ich bleibe. Nun wechselt der Trainer von Eintracht Frankfurt doch zu Borussia Mönchengladbach. Er taucht auf der Erfolgswelle ab, lässt seine Mannschaft und den Verein im Stich. Aber wieso tut er das? Warum lässt er sich die Chance entgehen, mit der Eintracht Champions League zu spielen? In Gladbach wartet als Trostpreis wohl nur die Conference League. Glaubt er, die Mannschaft hat den Zenit erreicht? Ahnt er, dass André Silva, Luka Jovic oder Daichi Kamada nicht zu halten sein werden? Aber wer gibt ihm bei der Borussia die Gewähr, dass es mit den Assen Florian Neuhaus, Marcus Thuram oder Denis Zakaria weiter geht?

Hütters Wendemanöver ist deshalb so tragisch für die Eintracht, weil ja auch Boss Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner den Klub verlassen. Im Höhenrausch folgt die brutale Ernüchterung.

Die Borussia kann sich freuen. Der Klub bekommt einen Trainer, der als Top-Entwickler taugt.

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