KOmmentar RHEINPFALZ Plus Artikel Gute Besserung, Joshua Kimmich

Joshua Kimmich
Joshua Kimmich

Häme verbietet sich – auch wenn Bayern Münchens Star ungeimpft in die Covid-19-Krankheit schlitterte.

Selbstgerechtigkeit, Häme oder gar Spott sind in der jetzigen Situation Joshua Kimmichs inakzeptabel. Dem mit dem Coronavirus infizierten Fußball-Nationalspieler ist – wie allen Betroffenen, völlig egal, ob geimpft oder ungeimpft – ein milder Verlauf der Krankheit zu wünschen. Dass Kommentare mit dem Tenor „Geschieht ihm gerade recht“ kommen, auch auf der Facebook-Seite der RHEINPFALZ, ist leider heutzutage so. Sachliche Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema sieht anders aus.

Kimmichs Bumerang

Kimmichs direkt nach einem Spiel, noch im verschwitzten Trikot getätigte und wissenschaftlich angreifbare Aussage, er habe Bedenken wegen eventueller Langzeitfolgen einer Schutzimpfung, trifft ihn nun wie ein Bumerang. Natürlich: Zu wünschen ist ihm auch, dass die Krankheit (nicht die Impfung) bei ihm keine Langzeitfolgen mit sich bringt. Und wenn er nun seine Einstellung überdenkt, wäre das ein zu begrüßender Lernprozess – der jedem Menschen zugestanden werden muss, und auf den Mediziner und Wissenschaft mit Blick auf die Ungeimpften ja hoffen.

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