Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Grün-Weiss Mannheim überrollt Gladbach und bleibt Bundesligist

Geschafft: Teamchef Gerald Marzenell (rechts) umarmt seinen Spieler Bernabé Zapata Miralles, hinten Daniel Rincon.
Geschafft: Teamchef Gerald Marzenell (rechts) umarmt seinen Spieler Bernabé Zapata Miralles, hinten Daniel Rincon.

Grün-Weiss Mannheim entschied das Abstiegsfernduell gegen Blau-Weiss Aachen für sich und bleibt Bundesligist. Das Team schlug Gladbach 6:0, Aachen unterlag Köln 1:5.

Der Tennistag im Schnelldurchlauf. So kam es zur Entscheidung.

11 Uhr

Bei der Mannschaftsvorstellung der Mannheimer fehlt Andrea Pellegrino. Der zweimalige Sieger vom Freitag war schon auf dem Weg zum ATP-Turnier nach Cancun in Mexiko. Aus dem Leben eines Profispielers.

11.15 Uhr

Natürlich wurde gerätselt unter den 2000 Zuschauern. Wie konnte es so weit kommen? Ganz einfach: Die drei besten Spieler, Jaume Munar, Pedro Martinez und Dominik Koepfer bestritten nicht eine Partie, auch Max Rehberg ist noch verletzt. Zudem waren andere angeschlagen. Wochenlang spielte Grün-Weiss mit Doppelspezialisten im Einzel.

11.30 Uhr

Es fängt schlecht an. Blau-Weiss Aachen führt in den ersten zwei Einzeln gegen Köln schnell 6:3 und 6:3. Luka Mikrut verliert den ersten Satz gegen Henri Squire.

13.15 Uhr

Die Wende deutet sich an. Luka Mikrut steigert sich gegen Henri Squire, bleibt auch im Champions-Tiebreak kühl. Keine zwei Meinungen: Das war das beste Einzel in dieser Saison auf dem Center Court. „Ich bin zwar ein junger Spieler, habe aber schon viele solcher Partien bestritten“, sagte der Kroate. Welch ein Debüt für Grün-Weiss. Und: Daniel Rincon lässt Maksymilian Kasnikowski beim 6:3 und 6:0 keine Chance.

14.50 Uhr

Düstere Stimmung in Aachen. Blau-Weiss liegt 1:3 zurück. Nur Joris de Loore konnte punkten. Vorteil Mannheim.

14.58 Uhr

Andrea Collarini beißt sich ins Match. Nach verlorenem ersten Satz gewinnt er den zweiten. Matchball im Champions-Tiebreak, 9:8, Collarini verschlägt. Aber dann nutzt er seine Chancen, gewinnt 11:9. Grün-Weiss führt insgesamt 3:0. „Schnell zu Jérome auf den Center Court“, sagt Teamchef Gerald Marzenell.

15.02 Uhr

Die Spieler kommen gerade noch rechtzeitig. Der neue Mannschaftskapitän, der Schweizer Jérome Kym, gewinnt sein Einzel 7:5 und 6:1 gegen Daniel Merida. Grün-Weiss ist bereits nach den Einzeln gerettet.

15.04 Uhr

Trainer Daniel Steinbrenner versammelt die Spieler, drückt seinen Stolz aus: „Für Mannheim!“ Gerald Marzenell ist geschafft, aber auch erleichtert. Er bedankt sich bei den Zuschauern. Und danach sagt er: „Das war die nervenaufreibendste Saison, seit ich verantwortlich bin. Dass wir das mit so jungen Spielern wie Jérome Kym, Daniel Rincon, Luka Mikrut oder Pablo Llamas geschafft haben, unglaublich.“

x