WM-Magazin Ghana nach 3:2 wieder im Rennen

 Mohammed Kudus
Mohammed Kudus

Ghana darf nach dem ersten Sieg bei einer Fußball-WM seit 2010 vom Achtelfinale träumen. Das Team von Trainer Otto Addo siegte in seinem zweiten Gruppenspiel gegen Südkorea mit 3:2 (2:0). Mohammed Salisu (24. Minute) und Mohammed Kudus (34./68.) trafen im Education Stadion in Al-Rajjan für die Black Stars. Die südkoreanischen Tore vor 43.983 Zuschauern erzielte Gue-Sung Cho (58./61.). Nach Schlusspfiff sah Südkoreas Trainer Paulo Bento die Rote Karte. „Wir haben dumme Fehler gemacht, aber ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, meinte Bento. Ghana ist damit in Gruppe H mit drei Punkten wieder voll im Rennen. Was für ein Tag! 2:2 nach 2:0 und am Ende doch 3:2. Wir wollten die drei Punkte und haben sie geholt“, erklärte der 22-jährige Mohammed Kudus. „Ich bin jetzt voller Zuversicht für das Uruguay-Spiel. Da brauchen wir dieselbe Mentalität.“

Kritik an Sandro Wagner nach salopper Äußerung

Nach der Kritik an seinem Kommentar während der ZDF-Übertragung des WM-Spiels Deutschland gegen Spanien hat der Experte Sandro Wagner seine Aussage als unüberlegt und unpassend bezeichnet. Der ehemalige Profi hatte am Sonntag in der 79. Minute gesagt: „Vorhin habe ich gedacht, die ganze Kurve ist voller Deutschland-Fans. Dann habe ich erst gemerkt, das sind die katarischen Bademäntel.“ Wagner spielte damit auf die in Katar traditionellen, langen weißen Gewänder, Thaub genannt, an, die viele Männer auch im Stadion tragen. „Es war ein unüberlegter Spruch mit einer unpassenden Bemerkung, die ich mir hätte sparen können. Wenn sich jemand angegriffen gefühlt hat – sorry, das war null Komma null meine Absicht“, ließ der 34-Jährige mitteilen. Wagners Aussage war am Sonntag in den sozialen Medien kritisiert worden. Das ZDF-„Sportstudio“ reagierte in einer Antwort auf einen Tweet zum Thema: „Sandro Wagners Aussage über den Thawb ist leider in einer emotionalen Phase des Spiels passiert. Das darf es nicht. Wir werden das besprechen.“ Mit Konsequenzen vom Sender muss Wagner nicht rechnen.

Nur Flick in Pressekonferenz – Fifa ermittelt

Die Fifa hat nach dem Verstoß des Deutschen Fußball-Bundes gegen die Pressekonferenz-Regeln vor dem WM-Spiel gegen Spanien Ermittlungen aufgenommen. Wie der Weltverband am Montag mitteilte, untersuche die Disziplinarkommission Verstöße gegen Artikel 44 der WM-Regularien sowie mehrere Artikel in den Medien- und Marketingregeln sowie dem für alle 32 WM-Teilnehmer gültigen sogenannten Team-Handbuch. Konkreter Hintergrund: Bundestrainer Hansi Flick war am Samstagnachmittag allein zur obligatorischen Pressekonferenz vor dem Gruppenspiel im internationalen Medienzentrum von Doha erschienen. Alle Teams sind allerdings verpflichtet, dass sich vor jedem Spiel neben dem Chefcoach auch ein Spieler vor der Weltpresse äußert.

Begründet wurde dieses Vorgehen von Flick mit der aus seiner Sicht langen Anreise vom Teamquartier im Norden Katars in die gut 100 Kilometer entfernte Hauptstadt. Diese sei rund 30 Stunden vor dem Anpfiff keinem der 26 Spieler seines Kaders „zuzumuten“, sagte Flick. Man habe die Pressekonferenz im DFB-Medienhotel in Al-Shamal direkt neben dem Trainingsplatz abhalten wollen. Dies wurde von der Fifa nicht gestattet. Mögliche Konsequenz dürfte nun zunächst eine Verwarnung oder eine Geldstrafe für den DFB sein.

Sandro Wagner
Sandro Wagner
Hansi Flick
Hansi Flick
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