1. FC Kaiserslautern
FCK-Trainer zieht seine Schlüsse aus dem 1:1 gegen 1860 München
Die Tribüne war sehr gut gefüllt mit Anhängern beider Traditionsvereine. Aber nicht nur Fans waren da, sondern auch einige Trainer und Funktionäre anderer Vereine. So schauten sich Patrick Glöckner – derzeit Chefcoach von Zweitligist Hansa Rostock, zuvor Waldhof Mannheim – sowie Otmar Schork, einst beim SV Sandhausen Manager und nun beim 1. FC Magdeburg, den Ist-Zustand des Ligarivalen 1. FC Kaiserslautern an.
FCK nimmt Schalke 04 und FC Zürich unter die Lupe
Das ist ein ganz normaler Vorgang in diesen Tagen. Viele Mannschaften bereiten sich in Belek und der Umgebung auf die Rückrunde vor. Auch der 1. FC Kaiserslautern ist nicht untätig. Geschäftsführer Thomas Hengen und Co schauten sich am Samstag das Spiel zwischen Schalke 04 und dem FC Zürich an.
Am Sonntag war es für die Beobachter auf der Tribüne jedoch nicht ganz leicht, große Erkenntnisse vom FCK zu gewinnen. Es war kein großartiges Spiel. Außerdem fehlten beim FCK einige Spieler. Marlon Ritter tritt nach seinem Schlag gegen den Oberschenkel im ersten Testspiel gegen Mezökövesd-Zsory noch kürzer. Auch Hikmet Ciftci pausierte, weil er angeschlagen ist. Aaron Opoku und Jonas Weyand sind immer noch krank. Und Torwart Avdo Spahic muss sich nach seinem Riss am rechten Schienbein aus dem Training am Freitag noch gedulden.
Für Drittligist München war es die Generalprobe. Er startet kommendes Wochenende in die Rückrunde beim SV Waldhof Mannheim. „Die Sechziger waren uns daher in der Schnellig- und Spritzigkeit voraus. Wir haben uns aber gut gewehrt. Es war von unserer Seite körperlich ein gutes Spiel. Dass nicht alles gut geklappt hat, ist normal“, sagte FCK-Trainer Dirk Schuster: „Mir ging es um die Art und Weise.“ Er sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Wir sind in der Passqualität vorangekommen, aber noch nicht da, wo wir hinwollen. Das ist ein Prozess, der sich nicht von heute auf morgen ändern lässt. Wir arbeiten aber jede Einheit daran“, betont Schuster.
Zimmer: Ausgleich war ein Eiertor
Kenny Prince Redondo erzielte gegen 1860 München das 1:0, Martin Kobylanski glich mit der letzten Aktion aus. Sein Freistoß wurde unglücklich abgefälscht. „Das war ein richtiges Eiertor, wobei das für mich schon kein Freistoß war“, ärgerte sich FCK-Kapitän Jean Zimmer. Er tue sich schwer, ein Fazit zu ziehen. „Für uns war es sehr viel anstrengender als für 1860. Es wurde keine große Rücksicht auf dieses Spiel genommen im Trainingsablauf. Alle sind müde, wobei träge der passendere Begriff für mich ist“, fasste Zimmer zusammen.
Dirk Schuster wird bis Mittwoch – dann fliegt der FCK am Morgen zurück – weiter intensiv trainieren lassen, sagt er. So ein Testspiel aber „war ein gutes Training unter Wettkampfbedingungen“.
