Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Extreme Termindichte bei den Adlern – besondere Woche für die Mannheimer

Hat in Heilbronn schon Play-off-Luft geschnuppert: Arkadiusz Dziambor.
Hat in Heilbronn schon Play-off-Luft geschnuppert: Arkadiusz Dziambor.

Spielen, essen, schlafen, aufstehen, wieder in die SAP-Arena fahren, ein leichtes Fitnessprogramm absolvieren, rein in den Bus, aussteigen, wieder spielen, heimfahren, schlafen. Letztlich steckt dieses Pensum hinter dem Eishockey-Fachbegriff „back to back“. Den Adlern Mannheim steht es am Deinstag und am Mittwoch bevor, zwei Partien ohne wenigstens einen Tag Pause dazwischen.

Klagen? Keine. „Wir wussten“, sagt Trainer Pavel Gross lapidar, „dass auch diese Saison keine normale Saison werden würde.“

Die Terminhatz gegen Ende der Hauptrunde – noch acht Partien für die Adler – ist nichts ganz Neues, auch die komprimierte Saison vor einem Jahr sorgte für viele Spiele und viel Reiserei in nur wenigen Tagen, gerade vor den Play-offs. In die die Adler am 10. April natürlich mindestens als Tabellenvierter gehen wollen: Das hieße Viertelfinal-Auftakt zu Hause und im Zweifelsfall auch ein Heimspiel in einer entscheidenden fünften Begegnung.

Der Quotient wird entscheiden

Klar ist: Der Punktestand – Mannheim 83, Straubing als Verfolger ebenfalls 83 – ist etwas irreführend, denn am Ende der Hauptrunde wird auf jeden Fall der Punktequotient gelten. Für die Adler ist das wichtig, denn die beiden von Augsburger Seite coronabedingt abgesagten Duelle mit den Panthern werden definitiv nicht mehr nachgeholt. „Dafür gibt es keinen Spielraum mehr“, weiß Pavel Gross. Das Plus der Adler: Sie haben derzeit genau diese beiden Spiele weniger absolviert als der Tabellenfünfte Straubing, haben insofern ein kleines mathematisches Polster. Der Ritt durch diese Woche soll dafür sorgen, dass dieses Polster dicker wird.

Am Dienstagabend (19.30 Uhr) sind die Schwenninger Wild Wings zu Gast, morgen geht es zu den Iserlohn Roosters – in deren Reihen steht Stürmertalent Taro Jentzsch (21), das als kommender Neuzugang der Adler gehandelt wird. Und dann folgt der Doppelpack gegen die Pinguins Bremerhaven: Freitag daheim, Sonntag im hohen Norden. „Möglichst viel auf vier Reihen rotieren, die Wechsel kurz halten“, lautet Gross’ Vorgabe an sich selbst, die Eiszeit eines jeden Spielers soll also möglich nicht ausufern.

Dziambor aus Heilbronn zurück

Klingt so selbstverständlich, aber die Personallage erschwert dieses Unterfangen etwas. Da nun auch Korbinian Holzer angeschlagen ist, wurde Arkadiusz Dziambor aus Heilbronn zurückgerufen. Der junge Verteidiger ist dabei der Zeit voraus: Mit dem Kooperationspartner der Adler, den Falken, spielte er bereits unterm Strich recht erfolgreiche DEL2-Play-offs. Und: Nach drei Monaten Verletzungspause steht auch Ilari Melart demnächst vor dem Comeback.

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