Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen verspielen in Hälfte zwei den möglichen Sieg

Auch die Rückkehr von Hendrik Wagner bewahrte die Eulen nicht vor einer weiteren Niederlage.
Auch die Rückkehr von Hendrik Wagner bewahrte die Eulen nicht vor einer weiteren Niederlage.

Die Negativserie der Eulen Ludwigshafen hält an. Nach einer völlig indiskutablen zweiten Hälfte musste sich die Mannschaft von Trainer Michael Biegler nach einer klaren Halbzeitführung noch geschlagen geben. Das Team bleibt ein Rätsel. Die Abstiegsangst scheint die Spieler zu lähmen.

Lauter hätte es nicht mehr sein können. Während die Eulen Ludwigshafen am Mittwochabend mit hängenden Köpfen nach der 24:28 (14:11)-Niederlage das Spielfeld verließen, war bei den Gastgebern Party angesagt. Die Fans trommelten, was das Zeug hielt, dagegen herrschte bei den Pfälzern wieder einmal Tristesse und Ratlosigkeit.

Trotz einer starken ersten Spielhälfte mit einer klug herausgespielten 14:11-Führung waren die Eulen in der zweiten Hälfte nicht mehr wiederzuerkennen. Nach dem 14:14-Ausgleich der Mittelhessen bemühten sie sich nochmals um die Führung, musste aber schnell erkennen, dass das Team um Ex-Eule Dominik Mappes, deutlich mehr Leidenschaft und Mut zeigte und sich mit zunehmender Spieldauer absetzen konnte. Die Pausenpredigt ihres Trainers Johannes Wohlrab hatte Wirkung gezeigt. „Mir war klar, wenn wir nicht von der ersten Minute über unsere Grenzen gehen, wird es schwer. So war es heute.“

Ein Ruck mit Wagner

Hüttenberg konnte zunächst nur in den 15 Minuten gegen die Eulen die Oberhand behalten, dann kam für Julius Meyer-Siebert Rückkehrer Hendrik Wagner. Der 24-jährige zögerte nicht lange, zeigte Mut und donnerte seinen ersten Wurf in die Maschen. Da ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Eulen zeigten sich diesmal aggressiver im Abwehrverbund, dazu wirkte Matej Asain zwischen dem Pfosten deutlich konzentrierter als zuletzt.

Im Angriff brillierte Max Neuhaus, der immer wieder die Lücken gegen die Drei-Zwei-Eins-Deckung der Gäste suchte und nach einem Foul gegen ihn auch den fälligen Siebenmeter „herausholte“, den Janik Hofmann zur verdienten 8:7-Führung verwandelte.

Drei Tore Vorsprung

Dann war wieder Wagner an der Reihe. Er traf zum 7:9. Hüttenberg geriet zunächst aus dem Rhythmus. Da zeigte sich Pascal Durak, der gleich mit einem Doppelschlag aus dem rechten Rückraum zur ersten Drei-Tore-Führung traf. So verteidigten die Eulen auch bis zum Pausentee ihre 14:11-Führung.

Aber danach waren die Gäste nicht mehr zu erkennen. Die positiven Ansätze der ersten 30 Minuten verpufften. Dagegen glaubten die Hausherren an ihre Stärken, zeigten deutlich mehr Biss, Kampf und Leidenschaft als Ludwigshafen. Ihre Tugenden wurden mit drei Toren in Folge zum 14:14 (35.) belohnt. Danach schlichen sich bei den Pfälzern immer mehr technische Fehler ein, aber auch einige Undiszipliniertheiten, so dass Ludwigshafen immer mehr gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber ins Hintertreffen geriet.

Einfach nur ratlos

So hatte sich zumindest für die Hausherren die Vorverlegung der Partie um eine Stunde gelohnt. Denn im Anschluss stand im eigenen Sportzentrum das Public Viewing des Finales in der Europa League zwischen dem Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Glasgow Rangers auf dem Plan. Da waren die Eulen schon wieder auf dem Heimweg. Einfach ratlos.

So spielten sie

TV Hüttenberg: Plaue (1.- 30.), Böhme (31.- 60.) – Schreiber, Mappes (8/3), Weber (7/2) – Rompf, Kirschner (2) – Zörb (2) – Opitz (1), Schwarz (4), Fujita (2), Theiß (2), Klein, Jockel, Kneer, Hahn.

Eulen Ludwigshafen: Hoblaj (n.E.), Asanin (1.- 42., 48.-60.), Urbic (43. .- 47.) – Salger (1), Dietrich, Meyer-Siebert – Durak (5), Hofmann (9/4) – Sorda (2) – Neuhaus (1), Wagner (6), Eisel, Keskic, Cirac (n. E.), Schlafmann (n.E.).

Spielfilm: 2:2 (7.), 4:3 (13.), 5:5 (16.), 6:7 (19.), 7:9 (24.), 8:11 (25.), 10:12 (28.), 11:14 (30, Halbzeit), 14:14 (36.), 15:16 (38.), 17:17 (40.), 19:18 (43.), 22:18 (46.), 23:19 (49.), 26:21 (54.), 27:23 (57.) 28:24 (58. Ende). - Zeitstrafen: 4:12 Min. – Siebenmeter: 7/5 - 4/4 - Beste Spieler: Mappes, Weber, Böhme – Hofmann, Durak - Zuschauer: 1500 - Schiedsrichter: Kuttler/Merz (Meckenbeuren/Oberteuringen)

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