Handball
Eulen Ludwigshafen schnuppern an einem Zähler
Über 200 Tage, und über eine Distanz von elf Heimspielen, war der TuSEM Essen zu Hause in der Zweiten Liga ungeschlagen. Diese Serie hielt auch Freitagabend gegen die Eulen Ludwigshafen. Mit 26:25 (11:13) gewannen die Essener am Ende recht glücklich.
Pechvogel in der hektischen Schlussphase war der junge Lion Zacharias. Zwei Minuten vor Ende verwarf Zacharias seinen Siebenmeter und vergab die Chance auf den Ausgleich. Der Linksaußen warf den Ball am Gehäuse des TuSEM vorbei. Vorher hatte er sieben Mal ins Schwarze getroffen.
Es wäre mehr möglich gewesen
Im Anschluss schaffte es die Mannschaft nicht mehr, einen Punkt in der Sporthalle am Hallo zu retten, der verdient gewesen wäre. Nach einer guten ersten Halbzeit wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Stattdessen musste die Sieben von Trainer Michel Abt die Reise aus dem Ruhrpott ohne Punkte antreten.
Überraschenderweise durfte der zukünftige Essener Max Neuhaus vor 1523 Zuschauern auf der Spielmacherposition beginnen. Sichtlich beflügelt erzielte der 23-Jährige auch das erste Tor der Eulen. In der Folgezeit gingen die Gastgeber durch Alex Schoss mit 5:3 in Führung. Das machte der Mannschaft von Michel Abt aber wenig zu schaffen. Mit einem starken Torwart Ziga Urbic im Rücken wandelten die Rothemden den Rückstand durch Sebastian Trost in eine 9:6-Führung um (16.). Kurz darauf verwandelte Lion Zacharias zwei Siebenmeter eiskalt.
Urbic zeigt starke Paraden
Eine sichere Bank im Kasten war einmal mehr Ziga Urbic, der bis zur Pause zehn Mal parierte – und dabei einige starke Glanzparaden zeigte. Besonders sehenswert war sein gehaltener Siebenmeter gegen Nils Homscheid, dem sich eine starke Reaktion beim Nachwurf anschloss. Insgesamt wirkten die Pfälzer in der Ruhrpott-Schmiede von TuSEM zu dieser Phase abgeklärt und souverän in den Aktionen. So gut wie keine technischen Fehler erlaubten sich die Akteure im ersten Abschnitt.
Das war in den zurückliegenden Wochen nicht immer der Fall und gab Hoffnung für die zweite Halbzeit – und auf ein Erfolgserlebnis. Nach der Pause ergab sich aber plötzlich wieder ein anderes Bild. Neuhaus und seine Kollegen wurden in den ersten fünf Minuten förmlich überrannt.
Offener Schlagabtausch
Mit vier Toren in Folge macht TuSEM aus einem 11:13-Rückstand eine 15:13-Führung. Schnell hatten die Eulen einen Vorteil aus der Hand gegeben.
Das schmeckte Trainer Abt überhaupt nicht. Kurz darauf ließ der Coach im Angriff mit sieben Feldspieler agieren. Die Maßnahme hatte den gewünschten Erfolg, weil jetzt auch wieder mehr Zug im Spiel war. Die Eulen waren beim 20:20 durch Pascal Bührer wieder dran. Es wurde jetzt der erwartet offene Schlagabtausch in einer heißen Endphase. Jannek Klein war jetzt auch entschlossener in den Aktionen und erzielte das 25:25 (55.). Aber das reichte nicht.