Eishockey:
Eishockey: Wie konnten die Adler dieses Spiel noch verlieren?
War es beim 1:2 gegen Wolfsburg noch fehlende Disziplin der Adler, hat die Ursachenforschung für die 4:5-Niederlage bei den Bietigheim Steelers gerade erst begonnen. „Wir haben 40 Minuten lang ein solides Spiel gemacht. Leider dauert das Spiel 60 Minuten“, haderte Adler-Trainer Pavel Gross, der keine Erklärung dafür hatte, wie seine Mannschaft eine 4:1-Führung im letzten Drittel noch aus der Hand geben konnte. Der vielseitige Nico Krämmer (5.) hatte die Adler in Überzahl in Führung gebracht, nach dem Ausgleich durch Jalen Smereck (7.) erspielten sich die Gäste im zweiten Abschnitt eine scheinbar sichere 4:1-Führung. Nigel Dawes (21. und 35.) und David Wolf (32.) hatten getroffen. Das Besondere waren aber auch die Vorlagengeber, denn bei Wolfs 3:1 hatte Philipp Preto seinen ersten Scorerpunkt erzielt, beim 1:0 durch Krämmer kam der Pass von Matthias Plachta, der damit mit Christoph Ullmann in der ewigen Scorerliste der Adler gleichzog.
Freuen konnte er sich darüber nicht. Der Grund dafür lag im letzten Durchgang. „Wir hatten Abstimmungsprobleme in der defensiven Zone“, analysierte Gross. Das könnte natürlich an der Aufstellung der Adler gelegen haben, denn zu den bisherigen acht Ausfällen hatten sich kurzfristig auch noch Kapitän Denis Reul und Andrew Desjardins gesellt. Damit spielten die Mannheimer ohne zehn Stammkräfte und brachten gerade einmal drei vollständige Sturmreihen auf den Spielberichtsbogen.
Corona-Äußerungen des Trainers sorgen für Streit
Eine Entschuldigung sei das aber nicht. „Einer Mannschaft mit unseren Ambitionen darf so etwas nicht passieren“, schimpfte Plachta mit Blick auf das letzte Dritte. Innerhalb von nur zwölf Minuten machten die Steelers aus einem 1:4 ein 5:4. C.J. Stretch (45.), Riley Sheen (48.), Brendan Ranford (55.) und erneut Smereck (57.) drehten das Spiel.
Das neue Jahr beginnt für die Adler heute um 14 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei den Kölner Haien. Ob Gross dafür wieder mehr personelle Alternativen hat, entscheidet sich erst kurzfristig. Immerhin wurde ein anderer Bereich befriedet. Nach einem klärenden Gespräch zwischen Gross und Adler-Gesellschafter Daniel Hopp zu Gross’ Äußerungen und Umgang mit der Corona-Pandemie seien die Differenzen ausgeräumt, hieß es in einer offiziellen Mitteilung des Klubs.