Sport
Eishockey: Das ist neu in der DEL
Dass in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa fast alle anderen Trainer oder Sportdirektoren die Adler Mannheim wieder zum Titelfavoriten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erkoren, ist ja eigentlich keine Nachricht. Was Pavel Gross genauso sieht und das ohne jede Arroganz eines Titelverteidigers. „Alles andere hätte mich enttäuscht“, betonte der Adler-Coach gestern und verband dies mit einem klaren Auftrag, der natürlich nicht neu ist: „Wir sind Mannheim. So sind hier die Ansprüche.“
Umgekrempelte Kader
Neu sind allerdings definitiv einige Teams der Liga, genau genommen deren Kader. Nach enttäuschender vergangener Saison haben beispielsweise die Schwenninger Wild Wings, die Iserlohn Roosters, vor allem aber die Eisbären Berlin ihre Aufgebote beinahe komplett umgekrempelt – was vor einem Jahr die Straubing Tigers und Augsburger Panther mit Erfolg taten. Der große Umbruch bei der Düsseldorfer EG ist eher darauf zurückzuführen, dass nach ordentlicher Runde viele Akteure weggelockt wurden. Das Vertrauen in Trainer Harold Kreis ist groß: Am Dienstag erst wurde sein Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängert.
Nur in einem Fall neu sind die prognostizierten Jäger der Adler: Mit den von den Mannheimern entthronten Münchnern muss wieder gerechnet werden – aber auch mit den Kölner Haien unter Trainer Mike Stewart.
Neue Regeln
Und dann gibt es wieder ein paar neue Regeln. Die für den Zuschauer vielleicht auffälligste: Ein übereifriger Mittelstürmer wird beim Anspiel (Bully) nicht mehr weggeschickt, es gibt stattdessen eine Verwarnung fürs Team. Hackt er dann weiter zu früh mit dem Stock herum, gibt’s eine Strafzeit. Provoziert ein Team einen unerlaubten Weitschuss (Icing), darf es direkt im Anschluss keine Auszeit mehr nehmen. Und verlorene Stöcke dürfen dem Mitspieler wieder zugeschoben werden – allerdings nicht in Richtung des Pucks.