Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Eishockey: Adler Mannheim unterliegen bei Eisbären Berlin in der Verlängerung 3:4

Mannheims Borna Rendulic (Nr.33) bekommt in dieser Szene eine Zwei-Minuten-Strafe, die zum 4:3 Endstand führt.
Mannheims Borna Rendulic (Nr.33) bekommt in dieser Szene eine Zwei-Minuten-Strafe, die zum 4:3 Endstand führt.

Die mitgereisten Fans machten Stimmung, aber es reichte für die Adler Mannheim nur zu einem Punkt. Eisbären-Angreifer Austin Ortega setzte den krachenden Schlusspunkt unter ein gutes Spiel, die Adler verloren so in der 63. Spielminute gegen die Berliner 3:4 (1:1, 1:2, 1:0/0:1) nach Verlängerung.

Serge Aubin nahm den Zwei-Punkte-Erfolg mit Wohlwollen zur Kenntnis. „Die Jungs haben immer weiter gemacht, das war ein starkes Spiel von uns“, sagte der Trainer der Eisbären. Sein Mannheimer Kollege war weniger glücklich. Pavel Gross: „Schade für unsere vielen mitgereisten Fans, dass wir heute nicht gewinnen konnten. Aber es war unglaublich ausgeglichen und nicht einfach für uns. Berlin hat ziemlich robuste Stürmer, die auch robust spielen wollten.“

Die Adler und Eisbären hatten ja am Sonntag die Ehre, sozusagen das Vorprogramm für Alba zu bestreiten. Denn am Abend sollten die Berliner Basketballer ja noch in der dann umfunktionierten Arena ihr Pokalfinale gegen Oldenburg bestreiten. Für mindestens 14.200 Fans, darunter 1100 aus Mannheim, war das Eishockeyspiel in der ausverkauften Arena ein sportlicher Höhepunkt des Sonntags. Es war so laut in der Berliner Halle wie noch nicht zuvor in der Saison. Durchweg ohrenbetäubend.

Spannende Partie auf Augenhöhe

Kein Wunder, mehr geht in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eben kaum. Zumal sich die beiden Rekordmeister – jeweils sieben Titel in der DEL – angesichts ihrer Tabellensituation auf Augenhöhe trafen. Die sportlichen Unterschiede zwischen dem Tabellenvierten aus Berlin und dem Tabellenzweiten aus Baden sind gar nicht mal so groß. Gut, Mannheim hat mehr Potenzial im Team, von den vielen starken deutschen Spielern bis zu den ausländischen Profis. Das war auch am Sonntag zu sehen, die Adler spielen enorm schnell und gefährlich. Während das junge Riesentalent Lukas Reichel bei den Eisbären sehr gut mitmischt, organisiert das wohl noch größere Riesentalent Tim Stützle bei den Mannheimern das Spiel – auch in wichtigen Situationen wie dem Powerplay. Am Sonntag kurbelte Stützle immer wieder das Spiel der Gäste an und gab auch die Vorlage zum 3:3 der Adler im letzten Drittel.

Rendulics Strafe mit entscheidend

Mannheim ging zwei Mal in Führung, jeweils durch Borna Rendulic. Der Kroate war der stärkste Spieler auf dem Eis. Aber die Berliner kämpften sich wieder heran, durch das 1:1 von Olver und das Tor zum 2:2 von Pierre-Cedric Labrie. Ortega hätte schon mit dem Treffer zum 3:2 der Matchwinner werden können, aber Matthias Plachta glich noch mal für Mannheim aus. In der Verlängerung saß dann ausgerechnet Rendulic bei Mannheim auf der Strafbank, als Ortega zum Sieg für die Berliner traf.

So spielten sie

Eisbären: Pogge - McKiernan, Kettemer; Pföderl, Sheppard, Noebels - Ramage, Müller; Labrie, Lapierre, Reichel - Wissmann, Hördler; Ferraro, Aubry, Ortega - Rankel, Olver, Streu

Adler: Gustafsson - Reul, Katic; Rendulic, Järvinen, Hungerecker - Lampl, Lehtivuori; Radeke, Smih, Stützle - Billlins, Akdag; Plachta, Desjardins, Wolf - Krupp; Klos, Goc, Möser

Tore: 0:1 Rendulic (Katic) 12:03, 1:1 Olver 13:13, 1:2 Rendulic 23:56, 2:2 Labrie (Wissmann) 27:16, 3:2 Ortega (Aubry) 30:06, 3:3 Plachta (Lehtivuori) 50:41, 4:3 Ortega (Noebels) 62:21 - Strafminuten: 10 - 8 - Beste Spieler: Pogge, Ortega – Rendulic, Stützle - Zuschauer: 14.200 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Hoppe/Schrader (Fulda/Bochum).

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