Sport
Eishockey: Adler Mannheim feiern ein 5:0 gegen Tychy
Die Mannheimer Adler bleiben in der Champions Hockey League ungeschlagen und haben nach dem dritten Spieltag die Tabellenführung übernommen: In der SAP Arena gab es ein souveränes 5:0 (4:0; 0:0; 1:0) gegen den polnischen Vertreter GKS Tychy.
Es war ein furioses Auftaktdrittel im erstes Heimspiel der Adler der Spielzeit 2019/2020 – sieht man einmal von einem Vorbereitungsspiel in der Nebenhalle der SAP Arena ab. 4:0 stand nach 20 Minuten auf dem Würfel – und es hätten noch mehr Tore sein können. Nachdem Ben Smith, Samuel Soramies und Nico Krämmer beste Gelegenheiten ausließen, markierte David Wolf die Führung. Einen schönen Pass von Neuzugang Chad Billins nagelte Wolf mit der Rückhand in den Winkel. Fünf Minuten später war es Ben Smith, der nach toller Vorarbeit des auch gestern wieder herausragenden 17-jährigen Youngsters Tim Stützle in Überzahl das 2:0 markierte.
Den vierten Treffer für Mannheim erzielt Sinan Akdag per Bauerntrick
Die Mannheimer Maschinerie lief weiter auf Hochtouren. Chancen im Minutentakt – und weitere Tore: Cody Lampl zog von der Strafbank kommend einfach mal ab und sein Flatterpuck schlug zum 3:0 ein. Kurz vor der Pause war es dann Sinan Akdag, der per Bauerntrick den vierten Treffer erzielte.
Der Gast aus Tychy brachte in der Offensive – mal abgesehen von einem Pfostenschuss in der zweiten Minute – nichts zustande. Zum einen ein Verdienst der hellwachen und hochmotivierten Adler, zum anderen aber auch der Tatsache geschuldet, dass die Polen international bestenfalls als drittklassig einzustufen sind: In Zahlen ausgedrückt: Null NHL-Spiele, sechs AHL-Spiele. Zum Vergleich der deutsche Meister: 1320 NHL-Spiele und 1846 AHL-Spiele.
Im Mitteldrittel spielt der Gast aus Polen stärker, hat aber kaum Torchancen
Doch dass auch diese Zahlen täuschen können, offenbarte das Mitteldrittel: Die Adler bei weitem nicht mehr so konzentriert und konsequent, Tichy witterte in der ein oder anderen Situation Morgenluft und zeigte, wie es möglich war, dass die Adler beim Hinspiel erst in der Verlängerung mit 3:2 gewinnen konnten. Zählbares gab es im Mittelabschnitt dann aber genauso wenig wie echte Chancen. Die gab es auch in den letzten 20 Minuten kaum – doch immerhin reichte es für ein Tor: der stets agile Neuzugang Jan-Mikael Järvinen traf auf Zuspiel des ebenfalls neuen Borna Rendulic zum 5:0-Endstand.
Schon am Sonntag geht es für die Adler in der Champions Hockey League weiter – um 16 Uhr sind die Vienna Capitals in der SAP Arena zu Gast.
So spielten sie
Adler Mannheim: Gustafsson - Lehtivuori, Katic; Reul, Akdag; Billins, Lampl; Krupp - Plachta, Goc, Wolf; Stützle, Smith, Huhtala; Rendulic, Järvinen, Hungerecker; Krämmer, Raedeke, Soramies
Tore: 1:0 Wolf (Billins) 7:03, 2:0 Smith (Stützle) 12:05, 3:0 Lampl 15:24, 4:0 Akdag (Goc) 19:22, 5:0 Järvinen (Rendulic) 48:26 - Strafminuten: 2 - 10 - Beste Spieler: Stützle, Lampl, Krämmer - Kotlorz - Zuschauer: 7.752 - Schiedsrichter: Schrubok/Schrader (Weißrussland / Deutschland).