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Eintracht Frankfurt träumt von der Champions League
Mijat Gacinovic und Filip Kostic sind dicke Freunde. Sie haben viel zusammen unternommen während ihrer gemeinsamen Zeit bei Eintracht Frankfurt. Am Sonntag trafen die beiden Serben als Gegner direkt aufeinander.
Das Treffen der Freunde bald beendet
Das wurde möglich, weil Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß den Mittelfeldspieler Mijat Gacinovic umständehalber auf den rechten Flügel versetzte. Dort stieß er am Sonntag eben auf den Frankfurter Spiel- und Dampfmacher von der linken Seite, Filip Kostic – und der Eintracht-Spieler machte gleich mal den ersten Stich. Nach einem Pass von Amin Younes hatte er auf seiner Flanke freie Fahrt, er lief, er zog ab – und sein präziser Schuss schlug zum 1:0 für die Eintracht im Tor der TSG 1899 ein.
Nach 45 Minuten war das Wiedersehen der Freunde allerdings schon beendet. Hoeneß brachte Pavel Kaderabek für Gacinovic. Und es gab noch einen Wechsel: Für Christoph Baumgartner kam Ihlas Bebou, seit Wochen der formstärkste Angreifer der Kraichgauer. Der schnelle Stürmer brauchte nicht einmal zwei Minuten, da stand es schon 1:1. Der Mann aus Togo ließ sich weder von Makoto Hasebe noch von Martin Hinteregger bremsen.
Hoeneß: Zu billig
Hoeneß hatte in der Pause reagieren müssen. Zu unausgegoren war das Spiel seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Mit Bebou kam kurz frischer Wind, er entwickelte sofort Zug zum Tor. Die Eintracht – schon in der ersten Halbzeit klar besser – nahm aber das Heft gleich wieder in die Hand, blieb tonangebend. Und entschied die Partie mit einem Doppelschlag. In der 62. Minute köpfte Evan Ndicka einen Freistoß von Filip Kostic ins Netz, die TSG hatte das kaum verarbeitet, da setzte sich der überragende Kostic links in Szene, flankte – und der bis dahin abgemeldete André Silva markierte ebenfalls mit einem Kopfball das 3:1. „Es ist zu leicht, wie wir das Spiel abschenken. In einer Minute steht es 1:3. Das ist mir zu billig, wie wir die Gegentore kassieren“, schimpfte Hoeneß. Von Abstiegskampf will er nichts wissen.
Kein Aufbäumen
Das Aufbäumen der TSG 1899 kam nicht. Im Gegenteil, André Silva hätte fast das 4:1 geschossen, aber Torhüter Oliver Baumann parierte glänzend. Und so ist die Eintracht 2021 weiter ungeschlagen und steuert als Tabellenvierter Kurs Richtung Champions League. „Wir sind jetzt gut dabei. Die Eintracht hat noch nie Champions League gespielt, das ist ein Riesentraum“, sagte Martin Hinteregger. Trainer Adi Hütter wird seiner Mannschaft das Träumen nicht verbieten ...
Chris Richards, auf den letzten Drücker am Montag vom FC Bayern München ausgeliehen, feierte bei der TSG gleich sein Startelf-Debüt. Der junge Verteidiger machte seine Sache ordentlich.
So spielten sie
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Richards, Vogt, Posch (83. Dabbur) - Gacinovic (46. Kaderabek), Rudy, Samassékou (70. Grillitsch), John - Belfodil, Baumgartner (46. Bebou), Kramaric
Eintracht Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Durm (84. Touré), Hasebe (73. Jovic), Sow, Kostic - Kamada (83. Zuber), Younes (73. Rode), Silva (89. Ilsanker)
Tore: 0:1 Kostic (15.), 1:1 Bebou (47.), 1:2 Ndicka (62.), 1:3 Silva (64.) - Gelbe Karten: Tuta (3), Younes (3), Hinteregger (2) - Beste Spieler: Samassekou, Kramaric - Kostic, Younes, Hinteregger - Schiedsrichter: Siebert (Berlin).