Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein schöner Abendspaziergang der Rhein-Neckar Löwen

Vor den Länderspielen in guter Form: Juri Knorr.
Vor den Länderspielen in guter Form: Juri Knorr.

14:0 Punkte! Die Rhein-Neckar Löwen bleiben in der Erfolgsspur und gehen ungeschlagen ins Spitzenspiel beim THW Kiel in zwei Wochen. Gestern gab es gegen den TSV GWD Minden vor 3703 Zuschauern einen 37:25 (22:14)-Sieg.

Der Tabellenletzte war kein Maßstab. Rasch war erkennbar, was für einen Verlauf diese zuweilen einseitige Partie nehmen würde. Minden bestand den Stresstest nicht. Von Beginn an brachten die Löwen ihr rasantes Gegenstoß-Spiel durch. Die Fehlerquote der Gäste war im Abschluss viel zu hoch, so konnten die Löwen einen Konter nach dem anderen laufen.

Maximal chancenlos

TSV-Torhüter Malte Semisch erwischte einen ganz guten Tag, sonst wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen. „Wir waren maximal chancenlos. Das Spiel der Löwen wirkt inspiriert, sie zeigen einen tollen Handball“, sagte Mindens Trainer Frank Carstens. Er lobte seine Mannschaft für ihre Moral.

Juri Knorr auffälligster Spieler

Auffälligster Löwen-Spieler war Regisseur Juri Knorr, der gegen seinen früheren Verein am Ende auf neun Tore kam. Er präsentierte sich vor den Länderspielen in guter Form.

In der zweiten Halbzeit hielten die Rhein-Neckar Löwen nicht ganz das Niveau der ersten 30 Minuten. Im Angriff schlich sich der eine oder andere Fehler ein, was vermutlich auch dem hohen Tempo vor der Pause geschuldet war. Es spricht für den Ehrgeiz der Truppe, dass sie am Ende noch einmal aufs Tempo drückte und einen Vorsprung mit zwölf Toren Unterschied erspielte. „Wir haben das Spiel kontrolliert. In der zweiten Halbzeit haben wir einfache Fehler gemacht. Diesen Start haben wir nicht erwartet, wobei wir von den Top-Teams bisher nur Flensburg hatten“, meinte Löwen-Spielmacher Olle Forsell Schefvert.

Hinze wechselt durch

Trainer Sebastian Hinze wechselte in den Schlussminuten durch, Albin Lagergren, der bislang in dieser Saison viel gespielt hatte, durfte in der zweiten Halbzeit mal durchschnaufen. Niclas Kirkelökke, in der Vorbereitung verletzt, braucht Spielpraxis. Sieben Spiele, sieben Siege, Platz eins, was für ein Start. „Wir nehmen jedes Spiel ernst, das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, betonte Torhüter Joel Birlehm, der scherzte: „Zum letzten Mal habe ich in der A-Jugend sieben Spiele in Folge gewonnen.“

Nicht dabei waren neben dem erkrankten Jannik Kohlbacher noch Rückraumspieler Philipp Ahouansou (Fingerverletzung) sowie Torhüter Mikael Appelgren, dessen operierte Schulter sich wieder bemerkbar machte. „Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut, muss aber auf meinen Körper achten“, sagte der Routinier.

Nach der Länderspielpause und den Spielen gegen Schweden sowie Spanien steht dann der Knüller beim THW Kiel an. Bis dahin können die Löwen den großartigen Saisonstart erst einmal genießen.

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