Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Drei Gründe, warum die Adler Mannheim doch noch auf den Titel hoffen

Sein erster Meistertitel: Denis Reul 2015 nach dem Finalsieg in Ingolstadt.
Sein erster Meistertitel: Denis Reul 2015 nach dem Finalsieg in Ingolstadt.

Als Denis Reul vor dieser Eishockey-Saison zum neuen Kapitän der Adler Mannheim ernannt wurde, schien es durchaus wahrscheinlich, dass er nun im Frühjahr als Erster des Teams den Meisterpokal in Empfang nehmen würde. Und selbst jetzt, nach sehr durchwachsener Punktrunde, gibt es drei Gründe, warum dies immer noch nicht völlig abwegig ist.

Sportmanager Jan-Axel Alavaara zählte sie gestern auf: „Gute Stimmung, viel Energie und richtige gute Spieler auf dem Eis.“ Auch wenn die Adler nur als Tabellenfünfter ins Play-off-Viertelfinale gehen, die Trendwende seit dem späten Trainerwechsel macht dem einstigen Titelfavoriten wieder Mut. Los geht die Best-of-five-Serie (drei Siege zum Weiterkommen nötig) gegen den Hauptrundenvierten Straubing Tigers am Sonntag (15 Uhr/ServusTV) in Bayern.

Ein schwieriges erstes Kapitänsjahr

Natürlich hätte sich Denis Reul ein leichteres erstes Jahr als Kapitän gewünscht: „Es hätte reibungsloser ablaufen können. Einfach war’s nicht, ich hatte mir das auch anders vorgestellt.“ Doch seit zwei Wochen zähle nur noch der gemeinsame Erfolg und der Wunsch aller, dass diese Saison in Mannheim noch möglichst lange dauert – am besten bis Anfang Mai, wenn die Finalserie läuft.

Zukunftsmusik, die Gegenwart heißt Straubing. Und die Vergangenheit diente dazu, in der nun zu Ende gehenden spielfreien Woche noch an den Schwächen zu arbeiten. „Das Training dauerte länger als normal, weil wir alle taktischen Aspekte durchgehen mussten“, sagt Verteidiger Reul schmunzelnd. Bill Stewart, der neue Trainer und Nachfolger von Pavel Gross, lobt die noch vor zwei Wochen verunsicherte Mannschaft in höchsten Tönen: „Die Jungs haben in dieser Zeit alles aufgesaugt, was ihnen vermittelt wurde. Die Gruppe unterstützt mich sehr darin, meine Pläne an den Mann zu bringen.“ Reul (32) stimmt zu: „Die Kommunikation ist sehr gut und sehr offen.“

Der Kader ist fast komplett

Personell sieht’s so gut aus wie selten in dieser Spielzeit. Bis auf Lean Bergmann (Herzmuskelentzündung, seine Saison ist zu Ende) stehen alle Spieler zur Verfügung – auch Jason Bast und der gerade zum zweiten Mal Vater gewordene Mark Katic. Wer am Sonntag im Tor beginnt, Dennis Endras oder Felix Brückmann, ließ sich Stewart nicht entlocken. Dass ihm vor den Play-offs nur drei Spiele zur Einarbeitung zur Verfügung standen, ist für ihn kein Problem: „Ich habe das Wissen über den Gegner und über unser Team.“

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