FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Die Neustart-Erfahrungen der Roten Teufel – Götze, „Klinge“ und Co. sind zurück

Der Kämpfer kann wieder eingreifen: René Klingenburg (Mitte) ist fit und trainiert mit dem FCK-Team.
Der Kämpfer kann wieder eingreifen: René Klingenburg (Mitte) ist fit und trainiert mit dem FCK-Team.

Zum vierten Mal startet der 1. FC Kaiserslautern als Drittligist in ein neues Jahr. Die Erfahrungen mit den bisherigen drei Spielen sind durchwachsen. Auftaktgegner SV Meppen setzt auf den Binärcode. Alles nur Zahlensalat?

Vier Wochen werden seit dem 1:1 in Braunschweig vergangen sein, wenn der 1. FC Kaiserslautern am Samstag (14 Uhr) auf den SV Meppen trifft. Die Zeit dürfte genügt haben, um die Batterien aufzuladen. Doch was haben die Fans des FCK nach der Ruhephase zu erwarten, wenn sie ohne Chance auf einen Stadionbesuch das Coronavirus zum Roten Teufel wünschen und daheim auf der Couch die Daumen drücken müssen?

Schauen wir kurz zurück auf das jeweils erste Spiel eines neuen Jahres, das der FCK seit seiner Rückversetzung in die dritthöchste deutsche Spielklasse bestritten hat. Auffallend zu allererst: Die Pfälzer Buben nahmen die Saison stets mit einer Heimpartie wieder auf. Die guten Nachrichten dabei: Sie kassierten in den drei Begegnungen keinen einzigen Treffer und verloren nie. Wermutstropfen im Freudenkelch: Es gelang nur ein Sieg.

Hildmanns Premiere, Grills Debüt

Der Reihe nach. Am 21. Spieltag der Saison 2018/19 schlug der FCK die SG Sonnenhof Großaspach 2:0. Jan „Cornflakes“ Löhmannsröben und Timmy Thiele erzielten die Tore. Sascha Hildmann feierte seinen ersten Heimsieg als Kaiserslauterer Cheftrainer. Torwächter Lennart Grill absolvierte sein erstes Profispiel.

2019/20: wieder der 21. Spieltag, wieder Großaspach. Das Ergebnis diesmal – 0:0. Zuvor hatte der mittlerweile von Boris Schommers unterwiesene FCK mit sechs Siegen in Serie und einem Unentschieden den Rasen verlassen, sich auf Tabellenplatz neun vorgearbeitet und den Abstand zu Rang drei bis auf vier Punkte reduziert. Das Remis gegen Großaspach erwies sich als schlechtes Omen. In den darauffolgenden sechs Partien glückte dem FCK kein einziger Sieg. 2020/21. Die erste „Corona“-Winterpause. Wiederaufnahme am 5. Januar, Gegner Viktoria Köln, Ergebnis 0:0. Kaiserslautern auf Platz 16, Trainer Jeff Saibene noch vier Spiele von seinem Knockout entfernt.

Schmerzhafter Einschnitt, unfassbare Wendung

Es wird Zeit, dass der 1. FC Kaiserslautern mal mit einem Sieg ins neue Jahr startet. Doch ist der SV Meppen dafür der richtige Kontrahent? Ein Blick ins Datenarchiv lässt Skepsis keimen. Von den sieben bisherigen Drittligaduellen mit dem Emsland-Ensemble gestalteten die Roten Teufel nur zwei für sich – und das waren die ersten beiden: 2018/19 siegten sie in Meppen 1:0 und zum Rundenabschluss daheim im Fritz-Walter-Stadion 4:2. Es folgten zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Die schmerzhafteste war jene am 14. September 2019, als der FCK in Meppen 1:6 unterlag. Der letzte Arbeitstag des Trainers Sascha Hildmann in Kaiserslautern. Auch das zweite Aufeinandertreffen der Saison ließ die Betze-Buben nicht frohlocken. Bis zur 85. Minute stand eine 3:1-Führung zu Buche, doch Meppen glich binnen einer Minute aus. Eine unfassbar Wendung.

Tore in Massen oder Einsen und Nullen?

Eines scheint für das Aufeinandertreffen am kommenden Samstag garantiert: Tore. Im Schnitt fielen in den Vergleichen Kaiserslautern-Meppen 4,2 Treffer. Dem allerdings steht der Kaiserslauterer Torgeiz zu Jahresbeginn gegenüber. Ob die scheinbaren Gesetzmäßigkeiten am Samstag zerschmettert werden? Übrigens, die Auftaktergebnisse des SV Meppen in den zurückliegenden drei Jahren lesen sich wie ein Binärcode. Nix als Einsen und Nullen. 0:1 in Osnabrück, 0:1 gegen Mannheim, 1:0 gegen Saarbrücken. Zahlensalat? Oder ein Omen?

Zur Sache

FCK-Quartett meldet sich rechtzeitig zurück

Pünktlich zum Wiederauftakt der Fußball-Drittliga-Runde lichtet sich das Lazarett beim Tabellensechsten 1. FC Kaiserslautern: Vier Spieler, die zuletzt im Training und beim 2:1 gewonnenen Test am Samstag beim belgischen Erstligisten KAS Eupen erkrankt oder verletzt gefehlt haben, trainieren wieder. Am Samstag (14 Uhr) erwartet der FCK den Tabellendritten SV Meppen auf dem „Betze“.

So ist Mittelfeldspieler René Klingenburg zurück im Mannschaftstraining der Roten Teufel. Bei den ersten Einheiten im neuen Jahr fehlte der 28-Jährige angeschlagen, vor der Weihnachtspause musste er wegen eines grippalen Infekts passen.

Auch Matheo Raab, der Torwart Nummer eins der Lauterer, Innenverteidiger Boris Tomiak und Abwehr-/Mittelfeldspieler Felix Götze haben sich zurückgemeldet. Dagegen sind Ersatztorwart Avdo Spahic und Mittelfeldspieler Hikmet Ciftci noch nicht dabei, auch der Einsatz von Außenbahnspieler Dominik Schad zum Wiederauftakt ist fraglich.

Talent Shawn Blum zum „Club“

Sturmtalent Shawn Blum (18; er wird am Freitag 19) indes wechselt im Sommer vom FCK zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Der Nachwuchsspieler-Kontrakt Blums, der beim FCK noch keinen Profivertrag besaß, läuft per 30. Juni aus. So müssen die Lauterer den gebürtigen Frankenthaler, der bis 2018 in der Jugend des Ludwigshafener SC spielte, ablösefrei ziehen lassen. Blum hat in dieser A-Junioren-Bundesliga-Saison in sieben Partien vier Treffer erzielt und zwei Torvorlagen beigesteuert.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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