Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel DFB-Test gegen Türkei: Die Mängelliste

Joachim Löw.
Joachim Löw.

Das umstrittene Länderspiel am Mittwoch gegen die Türkei brachte einige gute Erkenntnisse. Auch Joachim Löw machte Fehler.

Über Sinn oder Unsinn des Vergleichs gegen die Türkei am Mittwoch in Köln brauchen wir nicht mehr zu reden. Der Deutsche Fußball-Bund muss in puncto Anzahl der Spiele seinen Verpflichtungen bei der Uefa nachkommen. Punkt. Und selbst bei so einem trüben Kick geht es dem Vernehmen nach um zehn Millionen Euro für den größten Sportfachverband der Welt, der wegen der Corona-Krise viel Geld verloren hat, auf Einnahmen angewiesen ist. Punkt, Punkt.

Das Freundschaftsspiel wirft Fragen auf. Muss Bundestrainer Joachim Löw einen so aufgeblähten Kader zusammenstellen? Muss er so viele Spieler nominieren, die in ihren Vereinen auf der Bank sitzen? Exemplarisch sei hier Nico Schulz genannt. Der Dortmunder, der sich bei 1899 Hoffenheim ins Rampenlicht spielte, galt nach der WM als die linke Lösung, doch mittlerweile hat er völlig den Anschluss verloren und könnte am Mittwoch sogar sein EM-Ticket verspielt haben. Auch Antonio Rüdiger überzeugte wieder nicht. Florian Neuhaus feierte ein gelungenes Debüt, aber wo soll er spielen, wenn Kroos, Gündogan, Goretzka oder Kimmich wieder da sind? Was sollte die Nominierung von BVB-Reservist Mahmoud Dahoud? Joachim Löw – ein Herz für Spieler aus der zweiten Reihe.

Nachdem nun schon zum dritten Mal in der Endphase eine Führung verspielt wurde, stellt sich auch die Frage, ob der Bundestrainer gegen Ende - koste es, was es wolle – Spieler ein- und auswechseln muss. Ein Sieg hätte einfach mal wieder gut getan.

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