Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Traum des früheren Eulen-Spielers Hendrik Wagner lebt

Findet seine Rolle in Wetzlar: Hendrik Wagner.
Findet seine Rolle in Wetzlar: Hendrik Wagner.

Seit dieser Saison spielt Hendrik Wagner beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar. Der frühere Rückraumspieler der Eulen Ludwigshafen hat schon turbulente Tage in Mittelhessen hinter sich. Ein Thema hat er noch nicht abgehakt.

Eine Einschätzung, gleich mal vorneweg. „Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe. Ich habe mich mit meiner Freundin sehr, sehr gut eingelebt. In der Mannschaft darf ich mittlerweile einen sehr großen Part in der Abwehr übernehmen. Da habe ich meine Rolle mittlerweile gefunden. Im Angriff bekomme ich nach und nach mehr Spielzeiten“, erläuterte der 25-Jährige.

Trübe Großwetterlage

Die Großwetterlage ist gleichwohl etwas trüb. Die HSG Wetzlar blieb in der Hinserie deutlich hinter den Erwartungen. Die Mannschaft steckt im Abstiegskampf. „Wir haben hat acht neue Spieler bekommen. Da braucht es Zeit, sich einzuspielen. Dazu hatten wir ein schweres Auftaktprogramm. Eigentlich hatten wir in jedem Spiel die Chance zu punkten. Fünf oder sechs Spiele sind mit einem Tor verloren gegangen. Aktuell sind wir gut drauf im Training, es geht bergauf“, erklärte Wagner.

Eine Riesenentwicklung

Trainer Benjamin Matschke musste nach der Talfahrt am 20. November gehen, zu Wochenbeginn übernahm der Kroate Hrvoje Horvat. Benjamin Matsche und Hendrik Wagner, das ist eine besondere Geschichte. Bei den Eulen Ludwigshafen machte Wagner zwei Jahre lang eine Riesenentwicklung durch, erzielte 337 Tore, angeleitet von seinem Förderer und Mentor. Wagner wurde als Zweitliga-Akteur sogar zum Nationalspieler, debütierte im November vor einem Jahr in den Spielen gegen Portugal und hatte bei der chaotischen EM in Bratislava nach einem positiven Corona-Test einen Kurzeinsatz.

Matschke lotste Wagner nach Wetzlar. Das war keine Überraschung. Was bedeutet das Aus von Benjamin Matschke für ihn persönlich? „Das hat mich schon getroffen. Er war ein großer Faktor, weswegen ich nach Wetzlar gekommen bin. Aber das kann im Profisport eben eine Konsequenz sein, wenn die sportlichen Ergebnisse nicht stimmen. Dass man dann als Spieler professionell weiterarbeiten muss, ist auch klar. Das habe ich ganz gut geschafft. So eine Situation gehört auch zur Entwicklung als Spieler“, sagte der Halblinke vor dem BundesligaSpiel am Sonntag (14 Uhr) gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Nicht im WM-Kader

Im Kader für die Weltmeisterschaft fehlt Wagner. Schon in den ersten Spielen nach der EM im März wurde er von Bundestrainer Alfred Gislason nicht mehr berücksichtigt. „Wir hatten keinen Austausch mehr. Klar ist: Das ist irgendwann mal wieder ein Traum von mir. Ich arbeite jeden Tag hart dafür. Ich hoffe, dass ich meine Chance wieder bekomme. Ich mache mir keinen Druck, ich versuche, im Verein meine Leistungen zu bringen. So soll der Weg sein.“

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