Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Denis Reul wird zur tragischen Figur bei Niederlage der Adler Mannheim

Torwart Felix Brückmann rettete vor allem im ersten Drittel mehrfach.
Torwart Felix Brückmann rettete vor allem im ersten Drittel mehrfach.

Die Serie der Mannheimer Adler ist gerissen. Im Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt unterlagen die Mannheimer nach zuletzt sechs Siegen in der Deutschen Eishockeyliga mit 3:5 (2:0, 1:2, 0:3).

Es war das Spiel von Denis Reul. Bei dem stand in der persönlichen Erfolgsbilanz vor dieser Partie noch die Null bei der Anzahl der erzielten Treffer. In seinem 648. DEL-Spiel, mit dem er bei den Adlern hinter Marcus Kink und Ronny Arendt den dritten Platz unter den Dauerbrennern einnimmt, traf er dafür gleich doppelt. Trotzdem wurde er zur unglücklichen Figur, war am Ende untröstlich. „Wir waren im zweiten Drittel nicht konsequent genug, deshalb haben wir verdient verloren“, sagte er.

Die Führung nach dem ersten Drittel war zugleich schmeichelhaft und verdient. Denn Ingolstadt machte kein schlechtes Spiel, brachte stolze 13 Schüsse auf das Adler-Tor, in dem erneut Felix Brückmann stand. Der musste in der 16. Minute Kopf und Kragen riskieren, behielt aber im Gewühl gegen gleich drei Angreifer den Überblick und sicherte sich die Scheibe, hielt die Null nach 20 Minuten.

Effizienz im ersten Drittel

Verdient war die Pausenführung der Adler wegen der Effizienz. Fünfmal schossen die Adler auf das gegnerische Gehäuse, hatten mit zwei Treffern eine herausragende Quote. Tor Nummer eins war dabei fast schon eine Verneigung Reuls vor der Mannheimer Legende Harold Kreis, denn der Schlagschlenzer von der blauen Linie, zuletzt so wohl 1997 im Mannheimer Trikot gesehen, flatterte an Freund, Feind und Panther-Torhüter Kevin Reich vorbei in den Winkel (3.).

Noch effektiver das 2:0 durch Nigel Dawes, das der Torschütze so knochentrocken wie seinen Abschluss kommentierte: „Gutes Forecheck von Rendul, ein guter Pass auf mich. Ein Tor.“ Borna Rendulic hatte Ingolstadts Wayne Simpson im Aufbau gestört und blitzschnell geschaltet (9.).

Reuls zweiter Streich

Die Gäste belohnten sich im zweiten Abschnitt für ihr großes Engagement. Brian Gibbons in Überzahl (24.), Rendulic saß draußen, und Ex-Jungadler Wojciech Stachowiak (28.) trafen zum nicht unverdienten Ausgleich. Bei dem sah Felix Brückmann ein wenig unglücklich aus, ließ den abgefälschten Puck in Zeitlupe durch die Beine rutschen. Aber da war ja noch Reul. Der nutzte die Verwirrung nach einer angezeigten Strafe gegen Stachowiak (37.), brachte einfach mal die Scheibe in Richtung Tor und die schlug dieses Mal vor 8362 Zuschauern unten im kurzen Eck ein.

Es reichte dennoch nicht zum siebten Sieg in Serie. Zum einen, weil Markus Eisenschmid es vorzog, mit den Schiedsrichtern zu diskutieren, statt zu wechseln. Nach einem Scheibenverlust im Spielaufbau fehlte den Adlern genau dieser Verteidiger in der Mitte, so dass Enrico Morales völlig frei vor Brückmann auftauchte und ausglich (42.). Und dann wurde Reul endgültig zur tragischen Figur, weil Brückmann Stachowiaks Schuss zwar parierte, aber der Puck von den Kufen des Verteidigers im Tor landete (57.). Als die Adler fast zwei Minuten vor dem Ende Brückmann vom Feld nahmen traf Morales (59.) zum Endstand.

Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung haben die Adler am Mittwoch. Dann ist ab 19.30 Uhr die Düsseldorfer EG zu Gast in der SAP-Arena.

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