Handball
Albin Lagergren verlässt die Rhein-Neckar Löwen
Nach einer sehr enttäuschenden Saison zeigt der Schwede seit Beginn dieser Spielzeit exzellente Leistungen. Er war auch beim 32:32-Unentschieden in Magdeburg die prägende Figur im Offensiv-Spiel der Löwen, auch wenn ihm kurz vor Schluss ein schwerwiegender Patzer unterlief und der Meister zum Ausgleich kam.
Das Beste für die Familie
„Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, gerade jetzt, wo wir mit Sebastian Hinze wieder sehr erfolgreichen Handball spielen. Grundlage meiner Entscheidung war, dass ich nicht nur das Beste für mich als Handballer im Blick hatte, sondern das Beste für uns als Familie“, sagte Lagergren, der im Sommer 2020 von Magdeburg zu den Rhein-Neckar Löwen wechselte. Er füllte die Lücke, die Dauerbrenner Alexander Petersson hinterließ. Im Januar wurde der Halbrechte mit Schweden Europameister.
Schritt ging von Lagergren aus
„Der Dämpfer ist nicht so groß. Wir hatten gehofft, Albin überzeugen zu können, doch noch hier zu bleiben. Lange sah es ja aus, dass es aussichtslos ist. Man hat aber gemerkt, dass er jetzt auch Freude daran hat. Natürlich hätten wir uns gefreut, wenn er sich anders entschieden hätte nach seinen Leistungen in den letzten Wochen“, erläuterte Trainer Sebastian Hinze. Kollege Bennet Wiegert sagte: „Das Besondere: der erste Schritt ging tatsächlich von Albin selbst aus. Er kam auf uns zu und sagte, dass er gerne noch mal Teil des SC Magdeburg sein will. Albin ist ein fantastischer Handballer und seine spielerische Klasse steht außer Frage.“
Und wie schwer ist es, einen adäquaten Nachfolger zu finden? „Wir müssen davon wegkommen, ihn 1:1 ersetzen zu wollen. Albin Lagergren in der Form, in der er gerade spielt, ist schwer zu ersetzen. Wenn man die Transfers die wir zur Saison hin getätigt haben sieht, dann ist die Richtung auch vorgegeben, dass es um das System geht, um Stabilität des Systems und wir davon wegkommen müssen zu sagen, wir wollen das 1:1 in der Qualität ersetzen“, führte Hinze aus.
Kirkelökke auch bald weg?
Doch damit nicht genug. In der Gerüchteküche heißt es auch, Niklas Kirkelökke, der Mann hinter Albin Lagergren im rechten Rückraum, würde den Klub im Jahr 2024 verlassen und zur SG Flensburg-Handewitt wechseln. Auch das wäre ein Schlag, denn der 28-jährige Däne spielte in der kurzen Ära von Ljubomir Vranjes in der vergangenen Rückrunde gut, wegen einer Verletzung in der Vorbereitung war er ein bisschen hinten dran.
Für das Spiel am Sonntag (16.05 Uhr) gegen den TBV Lemgo sind bislang rund 5000 Karten verkauft. Lemgo, mit Löwen-Legende Gedeón Guardiola, zeigte nach einem holprigen Saisonstart jüngst starke Leistungen und gewann beim THW Kiel. Bei den Löwen sah es am Freitag so aus, dass der am Finger verletzte Torhüter Mikael Appelgren wohl noch nicht wieder ins Geschehen eingreifen kann.