Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim verlieren in Nürnberg

Schmerzhaft: Nach einem Puck-Treffer fehlte Korbinian Holzer (vorne rechts) den Adlern im ersten Drittel.
Schmerzhaft: Nach einem Puck-Treffer fehlte Korbinian Holzer (vorne rechts) den Adlern im ersten Drittel.

Nach zuletzt drei Siegen in Serie hat es die Adler Mannheim bei den Nürnberg Icetigers wieder einmal erwischt. Die Mannheimer unterlagen in Nürnberg mit 2:3 (1:2, 0:0, 1:1). Sie scheiterten dabei vor allem an Niklas Treutle im Tor der Nürnberger – und der eigenen Chancenverwertung.

„Wir müssen uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Nürnberg ist Zuhause einer der härtesten Gegner der Liga“, hatte Adler-Trainer Bill Stewart direkt nach dem Derbysieg gegen die Löwen Frankfurt gewarnt. Tatsächlich war den Gastgebern anzumerken, dass sie sich gegen die Adler nach zuletzt sehr wechselhaften Leistungen einiges vorgenommen hatten. Vor allem die Defensive vor Treutle arbeitete stark gegen die Mannheimer.

Die starteten zunächst stark in den ersten Durchgang. Tim Wohlgemuth hielt den Schläger in einen Schuss von Mark Katic – nach nur zwei Minuten lagen die Gäste vorne. Viel Selbstvertrauen zogen die Adler daraus aber nicht. Im Gegenteil. Bis auf eine Gelegenheit für Stefan Loibl (13.) machten die Adler zu wenig aus der Führung. Sie ließen den Nürnbergern immer mehr Zugriff auf das Spiel gewinnen.

Nürnberg trifft in Überzahl

Und die Icetigers ließen sich nicht lange bitten. Patrick Reimer (8.) fackelte nicht lange und hämmerte den von der Bande zurückspringenden Puck an Arno Tiefensee, der bei den Adlern erneut zwischen den Pfosten stand, vorbei ins Netz. Als sowohl David Wolf für die Adler und Blake Parlett draußen saßen, nutzte Gregor MacLeod den Platz auf dem Eis, traf zur nicht unverdienten Führung für die Gastgeber (18.). Bei beiden Toren sah die Adler-Defensive nicht all zu gut aus, was vielleicht an Korbinian Holzer lag. Der Verteidiger hatte unmittelbar vor dem Ausgleich den Puck ins Gesicht bekommen, fuhr direkt zur Behandlung in die Kabine. Ohne ihn fehlte den Adlern die Ordnung.

Mit seiner Rückkehr wurde es im zweiten und auch im dritten Durchgang wieder besser. Die Adler erspielten sich eine ganze Reihe guter Gelegenheiten. Allein: Die Scheibe wollte nicht mehr über die Linie.

Am Dienstag kommt Red Bull München

Das sahen auch die Adler so. „Die Chancenverwertung ist nicht gut“, bilanzierte ausgerechnet Mannheims einziger Torschütze des Abends, Tim Wohlgemuth. Er beendete mit seinem zweiten Treffer zum 2:3 die Begegnung. 30 Sekunden zuvor hatte Daniel Schmölz zur 3:1-Vorentscheidung getroffen, als Arno Tiefensee seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte. In den Schlusssekunden verteidigte Nürnberg dann mit Mann und Maus.

„Ich hatte gehofft, dass wir das Momentum haben, aber Nürnberg hat uns den Vorteil abgenommen“, bilanzierte Trainer Stewart. Und gemeinsam war er sich mit Wohlgemuth, Verteidiger Mat Donovan und auch Torhüter Tiefensee einig, als alle drei die Chancenverwertung als Grund für die Niederlage nannten. Über seine beiden Tore konnte sich Wohlgemuth deshalb nur bedingt freuen. „Wir haben die Kontrolle über das Spiel verloren und haben sie einfach nicht wieder zurückgewonnen.“

Das muss am Dienstag besser werden, wenn der EHC Red Bull München in die SAP-Arena (19.30 Uhr) kommt.

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