Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim siegen im zweiten Spiel: Play-off-Feuer entfacht

Taro Jentzsch (vorne) traf einmal für die Adler und bereitete den anderen Treffer vor.
Taro Jentzsch (vorne) traf einmal für die Adler und bereitete den anderen Treffer vor.

Die Adler Mannheim sind in den Play-offs der DEL angekommen. Beim 2:1 (1:0, 0:0, 1:1) bei den Kölner Haien zeigten sie ein ganz anderes Gesicht als beim 0:4 zum Auftakt.

Taro Jentzsch (15.) und Ryan MacInnis ( 21.) hatten die Adler Mannheim in der mit 18.600 Zuschauern ausverkauften Arena in Führung gebracht. Den Kölner Haien gelang 90 Sekunden durch Nick Baptiste nur noch der Anschlusstreffer, als Coach Uwe Krupp Torhüter Mirko Pantkowski schon zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen hatte. Mit Glück, Geschick und Leidenschaft brachten die Adler das Ergebnis über die Zeit, es war der 1:1-Ausgleich in der Serie.

Vor allem die Leidenschaft hatte zum Play-off-Auftakt noch gefehlt. „Wir bringen heute sehr viel Energie mit“, sagte Lean Bergmann nach dem zweiten Drittel. Der 24-Jährige war die einzige personelle Änderung gegenüber der blutarmen Veranstaltung am Dienstag, rückte statt Tim Wohlgemuth in die Aufstellung. Und offensichtlich hatte er auch das Play-off-Feuer bei den Adlern entfacht.

Sonntag folgt Spiel drei

Ganz so drückte das Trainer Bill Stewart nicht aus. Viel mehr freute er sich, „dass wir die Herausforderung heute akzeptiert haben.“ Sein Team kam mit jeder Menge Energie aus der Kabine. Nicht immer mit gut kanalisierter Energie, allein im ersten Durchgang nahmen die Gäste fünf Strafzeiten, aber immerhin mit dem Willen, die 0:4-Niederlage vergessen zu machen. Schaden nahmen die Mannheimer in Unterzahl nicht, räumten mit Herz und Leidenschaft vor Arno Tiefensee auf, der an Stelle des angeschlagenen Felix Brückmann zwischen den Pfosten stand.

Bei der ersten eigenen Überzahl traf Taro Jentzsch auf MacInnis-Vorlage zur Führung. „Wir hatten auch am Dienstag unsere Chancen, aber heute haben wir einige davon genutzt“, sagte der Vorlagengeber und Schütze des entscheidenden Treffers, den wiederum Jentzsch aufgelegt hatte. Das Spiel selbst hatte der gebürtige Berliner schnell abgehakt: „Es ist vorbei und das nächste Spiel kommt.“ Und zwar schon am Sonntag um 19 Uhr in der heimischen SAP-Arena. „Auf dem Niveau von heute müssen wir weiterspielen“, gibt Trainer Stewart vor.

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