Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim müssen am Ende doch noch zittern

Lean Bergmann (Adler, links) und der Schwenninger Alexander Karachun liefern sich einen harten Zweikampf.
Lean Bergmann (Adler, links) und der Schwenninger Alexander Karachun liefern sich einen harten Zweikampf.

Im ersten Heimspiel des Jahres rangen die Adler Mannheim die Schwenninger Wild Wings mit 4:3 (1:1, 3:1, 0:1) nieder. Nach 40 Minuten drückender Überlegenheit wurde es im Schlussdrittel noch einmal spannend.

Viel Bewegung im Kader der Adler. Im Gegensatz zu den Vorwochen waren es positive Bewegungen, denn mit Lean Bergmann, Korbinian Holzer, Ruslan Iskhakov, Arkadiusz Dziambor, Florian Elias und Thomas Larkin konnte Trainer Pavel Gross gleich sechs Rückkehrer in den eigenen Reihen begrüßen. Die Stimmung war eindeutig: „Es ist toll, wieder dabei zu sein“, waren sich Bergmann und Larkin einig.

Auf dem Eis machte sich das vor allem in Sachen Tempo und Intensität bemerkbar und Larkin meldete sich sogar als Torschütze wieder zurück, traf im zweiten Nachsetzen zur verdienten 1:0-Führung (9.). David Wolf hatte den Puck erobert, Matthias Plachta prüfte zunächst Torhüter Joacim Eriksson. Tim Wohlgemuth setzte nach und Larkin stocherte die Scheibe über die Linie. Es blieb aber die einzige Ausbeute in einem überlegen geführten ersten Durchgang. Und für eine Führung reichte das nicht, denn Brett Pollock besorgte mit einer tollen Einzelleistung den Ausgleich für die Gäste (17.).

Undisziplinierte Gäste

Zu wenig aus Sicht der Gastgeber, die im ersten Abschnitt in fast allen Belangen überlegen waren. Nach der zweiten Pause entsprach das Ergebnis den Kräfteverhältnissen schon eher. Dabei profitierten die Adler aber vor allem von den Undiszipliniertheiten der Schwenninger. Bei den Toren von Jason Bast (24.) und Matthias Plachta (30.) hatten die Adler jeweils einen Spieler mehr auf dem Eis.

Umso schöner das 3:1 dazwischen. Die junge vierte Reihe zeichnete sich dafür verantwortlich. Florian Elias leitete ein, Valentino Klos zog vor das Tor ab, Luca Tosto fälschte unhaltbar ab (25.). Bemerkenswert war die 4:1-Führung vor allem, weil die Wild Wings unmittelbar vor Plachtas Treffer noch für 56 Sekunden in doppelter Überzahl waren, diesen Vorteil aber innerhalb von wenigen Sekunden mit Strafzeiten gegen John Ramage und Brent Pollock in einen Nachteil drehten. Die Adler ließen sich nicht zwei Mal bitten. Ärgerlich nur, dass Tyson Spink noch verkürzte (33.).

Mit Glück und Geschick

Mit einer Führung im Schlussdrittel gegen Kontrahenten aus Baden-Württemberg hatten die Mannheimer zuletzt nicht immer gute Erfahrungen gemacht. Bei gerade überstandener Unterzahl stand es trotzdem nur noch 4:3, weil Marcus Eisenschmid den Zweikampf gegen Max Görtz verlor und Torhüter Felix Brückmann beim Abschluss ein wenig Pech hatte. Immerhin: Mit Glück und Geschick brachten die Adler den knappen Erfolg über die Zeit. „Schwenningen spielt gutes, defensives Eishockey und lässt nicht so viel zu“, bilanzierte Matthias Plachta, der sich ebenfalls über die Rückkehrer freute. „Es hilft, wenn man wieder mehr Alternativen hat.“

So spielten sie

Adler Mannheim: Brückmann - Holzer, Katic; Larkin, Akdag; Wirth, Lehtivuori, Dziambor - Krämmer, Bast, Bergmann; Plachta, Wohlgemuth, Wolf; Eisenschmid, Iskhakov, Dawes; Tosto, Klos, Elias

Schwenninger Wild Wings: Eriksson - Ramage, Spornberger; Robak, Möchel; Weber, Huss - Karachun, Tylor Spink, Tyson Spink; Görtz, Olimb, Zaborsky; Alberg, Turnbull, Pollock; Pfaffengut, Hadraschek, Bassen

Tore: 1:0 Larkin (Wohlgemuth) 8:12, 1:1 Pollock 16:10, 2:1 Bast (Eisenschmid) 23:15, 3:1 Tosto (Klos) 24:02, 4:1 Plachta (Lehtivuori) 29:44, 4:2 Tyson Spink 32:13, 4:3 Görtz 42:00 - Strafzeiten: 12 - 14 - Beste Spieler: Bast, Plachta - Pollock, Eriksson - Schiedsrichter: Schrader (Dorsten)/Wilk (USA).

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