Eishockey Adler Mannheim in der Verlängerung geschlagen

Yannick Veilleux gelingt das 3:2 für die Eisbären.
Yannick Veilleux gelingt das 3:2 für die Eisbären.

Der Meister hat den Herausforderer unter Druck gesetzt: 4:3 (2:1, 1:1, 0:1; 1:0) gewann Titelverteidiger Eisbären Berlin am Mittwochabend das erste Halbfinalspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen die Adler Mannheim – allerdings erst nach Verlängerung. Am Freitag (19.30 Uhr) geht’s in der SAP-Arena mit Spiel zwei der Play-off-Serie weiter.

Die Berliner erwischten in der schnellen und sehr offenen Partie den deutlich besseren Start – auch, weil sie entscheidende Zweikämpfe vor dem Tor der Gäste gewannen. So traf Giovanni Fiore in Überzahl nach Scheibenverlust Akdags an der Bande zum 1:0, so nutzte Jonas Müller einen Fehler Katics zum 2:0. Doch eine „doppelte“ Überzahl brachte die Adler noch vor der ersten Drittelpause zurück ins Spiel, Routinier Andrew Desjardins erzielte den wichtigen Anschlusstreffer, der Auftrieb gab.

Mitteldrittel gehört den Adlern

Das Mitteldrittel gehörte dann auch folgerichtig den nun hellwachen Gästen, der Ausgleich durch Jason Bast nach einem Abpraller war die logische Folge. Yannick Veilleux jedoch brachte die Eisbären erneut in Führung. „Da haben wir wieder zu offen und zu kompliziert gespielt“, befand Mannheims Verteidiger Korbinian Holzer, der im dritten Abschnitt den erneuten Ausgleich durch Tim Wohlgemuth vorbereitete.

Lange Unterzahl überstanden

Eine späte große Strafe gegen Borna Rendulic wegen Bandenchecks gegen Veilleux, der nicht mehr aufs Eis zurückkehrte, brachte die Mannheimer in arge Nöte, sie retteten sich aber noch in die Verlängerung und überstanden auch hier die dreiminütige Unterzahl – allzu viele Chancen der Berliner ließen sie nicht zu. Nach sechs Minuten der Overtime dann plötzlich der Gast in Überzahl, aber auch diesmal fiel der entscheidende Treffer noch nicht. Dicke Chancen des Titelverteidigers folgten.

Ausgerechnet Wiederer trifft

In der zwölften Minute der Verlängerung gelang Manuel Wiederer der nun verdiente Siegtreffer für den immer stärker werdenden Meister. Wiederer - ausgerechnet der Spieler, der im Mitteldrittel David Wolf bei einem Check mit dem Ellbogen am Kopf erwischte, aber ungestraft davon kam. Das war durchaus Glück für die Berliner, wobei Wiederer feststellte: „Das war nicht bösartig von mir, ich wollte einfach meinen Check zu Ende fahren.“

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