Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim: Die übliche Geheimniskrämerei

Seine Rückkehr steht bevor: Jordan Szwarz.
Seine Rückkehr steht bevor: Jordan Szwarz.

Die Play-offs im Eishockey sind und bleiben die Zeit der Geheimnisse. Natürlich will auch Bill Stewart, Trainer der Mannheimer Adler, vor dem Halbfinale gegen den ERC Ingolstadt noch nicht alle Karten auf den Tisch legen.

Immerhin: „Wir können im Unterschied zur Viertelfinalserie wieder aus mehr Spielern auswählen“, sagte Stewart vor dem ersten Halbfinalspiel am Freitag, 19.30 Uhr, bei den Panthern.

Eine leichte Bewegungseinheit mit dem Augenmerk auf Abschlusstraining hatte Stewart seiner Mannschaft am Mittwoch verordnet. Trotzdem bemerkenswert, wer dabei für die Adler mit auf dem Eis stand. Jordan Szwarz, der zuletzt gefehlt hatte, absolvierte nahezu die komplette Einheit. Kommentieren wollte Stewart die Personalie nicht weiter: „Ja, er war heute dabei.“ Ob er auch am Freitag eine Option sei? „Wir werden sehen.“

Jordan Szwarz vor der Rückkehr

Andere Spieler, die noch am Sonntag in Köln auf dem Eis gestanden hatten, fehlten bei der leichten Einheit hingegen. Denis Reul absolvierte immerhin ein Lauftraining, Korbinian Holzer war hingegen nicht zu sehen. Trotzdem rechnet Stewart offensichtlich mit beider Einsatz. Mark Katic, Nigel Dawes und Torhüter Felix Brückmann scheinen hingegen weiterhin keine Option zu sein, so bliebe es also bei Rückkehrer Szwarz. Einen Kommentar dazu gab es nicht, auch Szwarz selbst verschwand nach einer knappen Stunde wortlos in die Kabine.

Verfolgungsjagd: Bei Borna Rendulic, der hier dem Kölner Mark Olver hinterher sprintet, könnte der Torknoten geplatzt sein.
Verfolgungsjagd: Bei Borna Rendulic, der hier dem Kölner Mark Olver hinterher sprintet, könnte der Torknoten geplatzt sein.

Borna Rendulic stand hingegen gerne Rede und Antwort. Sein Treffer zum 3:1 war am Sonntag in Köln immerhin nicht nur das Tor zur Entscheidung, sondern auch der erste Treffer des Kroaten in dieser Play-off-Serie. „Ich hoffe, dass die Ketchupflasche damit jetzt geöffnet ist“, deutete auch er an, dass seine Torflaute ein wenig an den Nerven gezerrt hatte. Wobei die Leistung seiner Reihe insgesamt in Ordnung war. „Defensiv haben wir schon ganz gut gearbeitet“, resümierte er das Viertelfinale an der Seite von Taro Jentzsch und Ryan MacInnis. „Aber ich glaube, dass wir der Mannschaft noch ein bisschen mehr helfen können, wenn wir auch in der Offensive produzieren“, sagte Rendulic.

In der Vorrunde Adler-Vorteile

Im Halbfinale rechnen alle Adler mit einem ähnlichen Gegner, wie es zuletzt die Haie waren. Tim Wohlgemuth, der vor zwei Jahren von der Donau an den Rhein gewechselt war, beschreibt dieses Konzept als „offensiv geprägtes, modernes Eishockey“. Das sei zwar nicht immer schön anzuschauen, aber ungemein effektiv und erfolgreich. Immerhin beendeten die Panther die Vorrunde auf dem zweiten Rang und damit einen Platz vor den Adlern, auch wenn die Adler bei drei Siegen und einer Niederlage aus der Vorrunde im direkten Vergleich ein wenig besser waren. „Wir wissen, wie wir gegen sie spielen müssen“, sagte deshalb Routinier David Wolf, der an der Seite von Matthias Plachta und Tyler Gaudet gegen Köln den Unterschied ausgemacht hatte.

Stewart hofft im Halbfinale auch auf diese Sturmreihe. Letztlich sei alles eine Sache der Tagesform. Und der Mathematik. „Wir müssen natürlich mindestens ein Spiel in Ingolstadt gewinnen“, weiß Stewart. Gerne gleich das erste am Freitag.

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