Eishockey
Adler Mannheim: Bast überzeugt in veränderter Rolle
Vor einigen Jahren noch war er als Spielmacher und Torjäger, und in den vorderen Sturmreihen der DEL-Klubs aus Bremerhaven und Nürnberg zu finden. Seit seinem Wechsel von Köln zu den Adler Mannheim veränderte sich die Rolle von Jason Bast. Oftmals spielt der schnelle Center in den hinteren Reihen und fungiert als Arbeiter und Anführer.
Bast mit guter Ausbeute
In dieser Saison lässt er beide Seiten aufblitzen. Wie fast alle Adler hat auch Jason Bast einen Lauf – wenn man bedenkt, dass für den mannschaftsdienlichen Stürmer drei Tore nach 14 Spielen wahrlich keine unterdurchschnittliche Ausbeute sind. Vergangene Saison waren es sechs Treffer in 42 Spielen. „Das ist ja nicht meine Hauptaufgabe“, stellt der Ex-Kölner fest, „aber klar, Tore freuen einen immer“.
Zuallererst leistet der 32-jährige Deutsch-Kanadier wertvolle Dienste als Anführer der vor allem in der Phase großer Verletzungssorgen sehr jungen vierten Reihe. Inzwischen ist von den „young guns“ Florian Elias übrig geblieben, und der 19-Jährige ist froh, den routinierten und auch defensiv orientierten Bast in seiner Linie zu wissen: „Jason hilft uns viel, wir reden viel auf dem Eis.“
Bast selbst sagt schmunzelnd über die Adler-Youngster: „Das sind hochtalentierte Jungs, die einfach mal die helfende Hand eines erfahrenen Spielers bauchen.“ In deren Dienst stellt er sich gern. Das freut vor allem seinen Trainer, Pavel Gross, der zufrieden mit der Leistung des Mittelstürmers ist. Immer auf seine Mitspieler acht zu geben, sei keine einfache Aufgabe, Bast mache seine Sache aber gut, lobt der Coach.
Szwarz immer besser im Schwung
Immer besser in Tritt kam zuletzt auch Jordan Szwarz. Der Center droht allerdings für die Partie gegen die Bietigheim Steelers – nachdem er im Training einen Schuss abbekam – auszufallen. Die Adler warten noch auf einen Arztbefund. Gerne hätten sie ihren zweitbesten Scorer mit an Bord. Ob mit oder ohne Szwarz, Gross erwartet eine schwere Partie.
„Bietigheim hat viele Spieler in seinen Reihen, die Tore schießen können. Wir müssen läuferisch ein Top-Niveau zeigen und Zweikämpfe gewinnen“, erklärt der Trainer. Gross unterschätzt den Gegner trotz zuletzt deutlicher Niederlage nicht. Vielmehr erwartet er eine ähnliche Einstellung seiner Mannschaft wie die beim 6:2-Sieg vor zwei Wochen. Da hatte der Aufsteiger keine Chance beim deutschen Meister von 2019. Die Fans honorierten den verdienten Erfolg und dürften deshalb auch zahlreich zum Spiel nach Bietigheim reisen.