Sport RHEINPFALZ Plus Artikel Adler feiern 4:0-Sieg gegen Augsburg

Die Adler jubeln nach dem Tor zum 1:0 durch Janik Möser (rechts).
Die Adler jubeln nach dem Tor zum 1:0 durch Janik Möser (rechts). Foto: KUNZ

Sieben Siege in Folge, keine Niederlage im Jahr 2020: Die Adler Mannheim haben das nächste Sechs-Punkte-Wochenende hinter sich, diesmal mit der Bilanz von insgesamt 10:1 Toren. Beim 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen die Augsburger Panther gab’s zwei persönliche Premieren – und einen echten Hingucker durch das Supertalent Tim Stützle.

Mann des Spiels war indes Nicolas Krämmer – mal wieder ein großer Tag für den stillen Star, den „Unsung Hero“ der Adler. Als Mittelstürmer, für ihn eine eher ungewohnte Rolle, führte er die Angriffsreihe an, die wie schon beim 6:1 am Freitag in Krefeld viele Akzente setzte. „Wenn mal von der ersten und zweiten Reihe nichts kommt, braucht man eben die vierte“, befand Trainer Pavel Gross trocken. Krämmer war an drei Treffern beteiligt und lobte seine Flügelstürmer Janik Möser und Phil Hungerecker: „Sie haben es mir leicht gemacht, sind mir gerade bei den Bullys sofort zu Hilfe gekommen.“

Schachspiel auf dem Eis

Wobei das Beste, was man über das an Ereignissen recht überschaubare erste Spieldrittel (Gross: „Eher ein bisschen wie Schach“) sagen konnte, dieses war: Der Nächste im Adler-Team konnte eine persönliche Null in seiner Statistik ausradieren. Dank eines genialen No-Look-Passes des nach dieser Saison wohl gen Wolfsburg wechselnden Phil Hungerecker hatte Janik Möser plötzlich allerbeste Schussposition und schenkte sich selbst prompt sein erstes Saisontor (8.). „Ich habe Phil gefragt, ob er mich gesehen hat, aber es war reine Spekulation“, berichtete der Schütze, der ja im Normalfall „gebürtiger Verteidiger“ ist, wie er selbst lachend feststellte, es als Aushilfe vorne drin aber richtig gut macht.

Stützles Geniestreich

Im Mittelabschnitt passierte noch weniger, wobei die tapferen Gäste nun auch mal gefährlich auftauchten. Klasse aber Dennis Endras’ Parade in der ersten Adler-Unterzahl gegen Adam Payerl (24.) – Mannheims Goalie sackte seinen dritten Shut-out ein. Und sehr geschickt auch Krämmers Stockbewegung, als er den von Mark Katic abgefeuerten Puck zum 2:0 abfälschte (26.). Auf den nächsten Geniestreich mussten die Fans dann bis zur 50. Minute warten: Tim Stützle – „mit ohne Gitter“, wie Hallensprecher Peter Schneider spaßig über den seit seinem 18. Geburtstag vom Vollvisier befreiten Youngster anmerkte – umkurvte alle Augsburger und schob die Scheibe platziert zum 3:0 ein. Ein tolles Tor, das am Familientag Jung und Alt in der ausverkauften SAP-Arena so richtig Laune machte.

Yannik Valenti jubelt

Dass am Ende Förderlizenzler Yannik Valenti in seinem sechsten DEL-Spiel den ersten Scorerpunkt bejubeln durfte, verdankte er ein bisschen auch Panthers-Coach Tray Tuomie. Der hatte selbst beim Stand von 0:3 noch seinen Torwart vom Eis genommen, um den Ehrentreffer zu erzwingen. Das ging nach hinten los, Borna Rendulic verwertete Valentis Pass zum 4:0-Endstand. Und auch daran hatte Nico Krämmer mit einem zuvor geblockten Schuss seinen Anteil.

So spielten sie

Adler Mannheim: Endras - Larkin, Katic; Reul, Akdag; Lampl, Lehtivuori; Billins - Plachta, Desjardins, Wolf; Huhtala, Smith, Stützle; Rendulic, Järvinen, Valenti; Hungerecker, Krämmer, Möser

Augsburger Panther: Keller - McNeill, Haase; Lamb, Rogl; Sezemsky, Valentine; Mayenschein - Schmölz, Leblanc, Hafenrichter; Payerl, Gill, Fraser; Kosmachuk, Stieler, Trevelyan; Sternheimer, Ullmann, Holzmann

Tore: 1:0 Möser (Hungerecker) 7:42, 2:0 Krämmer (Katic) 25:18, 3:0 Stützle (Huhtala) 50:00, 4:0 Rendulic (Valenti) 59:27 - Strafminuten: 6 - 4 - Beste Spieler: Endras, Larkin, Krämmer, Hungerecker - Lamb, Kosmachuk - Zuschauer: 13.600 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Iwert (Harsefeld)/Kohlmüller (Erding).

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