Eishockey
Adler bezwingen Fischtown Pinguins 3:0
Mit einem 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)-Erfolg in der Deutschen Eishockey Liga über die Fischtown Pinguins Bremerhaven beendeten die Adler Mannheim ihre Negativserie von fünf verlorenen Pflichtspielen. Spielerischen Glanz verbreitete der deutsche Meister dabei selten. Das war aber auch nicht unbedingt zu erwarten.
Es war ein zähes Ringen, das beide Mannschaften den knapp 11.000 Zuschauern boten. Trübes November-Eishockey. So waren beide im ersten Durchgang vor allem auf Fehlervermeidung bedacht. Mit überschaubarem Erfolg. So strahlte Jonas Gustafsson im Adler-Tor keineswegs die erhoffte Sicherheit aus, ließ die Scheibe immer wieder nach vorne prallen, hatte aber Glück, dass weder nach dem Schuss von Stefan Espeland (6.) noch von Ross Mauermann (11.) ein Spieler der Gäste bereitstand, um den Puck ins leere Tor zu schieben. Es war vor allem die gute Arbeit seiner Vorderleute, die ihm das zweite Zu-Null-Spiel der Saison bescherte, auch wenn er im Schlussabschnitt den Versuch von Cory Cork (54.) ebenso stark parierte, wie den letzten Anlauf von Mak Zengerle (58.).
Ein Verteidiger beendete die Adler-Torflaute
Ein Chancenfeuerwerk brannten die Adler aber ebenfalls nicht ab. Cody Lampl vergab die einzige Gelegenheit der Gastgeber (6.) im ersten Abschnitt, scheiterte am starken Tomas Pöpperle. Immerhin besannen sich die Mannheimer auf die durchaus vorhandenen Offensivqualitäten. Im einzigen druckvollen Überzahlspiel scheiterte Matthias Plachta gleich zweimal an Pöpperle, einen dritten Versuch blockte Pinguins-Verteidiger Carson McMillan ab (29., 30.).
Es war ausgerechnet Verteidiger Denis Reul, der die Torflaute der Adler beendete. Und das Tor passte zum Spiel. Ein so genanntes „schmutziges Tor“ brachte die Führung (35.). Die Scheibe flatterte von der blauen Linie aus geschossen hinter dem verdutzten Pöpperle ins Netz. Es war der erste Saisontreffer für den Defensivspezialisten, der von der guten Arbeit seiner Vorderleute profitierte, die dem Torhüter gut die Sicht genommen hatten.
Andrew Desjardins macht das 2:0
Es war aber noch längst keine beruhigende Führung. Wieder einmal machten die Mannheimer zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Immerhin war ab dem zweiten Durchgang deutlich mehr Zug zum Tor erkennbar. Was aber fehlte, waren Kaltschnäuzigkeit und manchmal auch ein wenig Glück. Oder beides gleichzeitig, wie beim Versuch von Ben Smith (45.), der das leere Tor vor sich hatte und vorbeischoss. Gut, dass der starke Andrew Desjardins da schon auf 2:0 gestellt hatte. Seine scharfe Hereingabe prallte vom Schlittschuh des Bremerhaveners Zengerle ins Netz (41.). Und zum Abschluss der schönsten Kombination des Abends besorgte Tommi Huhtala den Endstand (55.)
Trainer Pavel Gross war entsprechend zufrieden: „Es war klar, dass der erste Sieg nach so einer Serie nicht schön sein wird. Du muss dir das Glück erarbeiten, und das haben wir heute gemacht.“ Der Spielausgang sei letztlich das Ergebnis der Arbeit während der Nationalmannschaftspause. „Wir haben einige Dinge umgestellt.“ Das System sei nun defensiver ausgelegt, auch wenn dies zu Lasten der Offensivkraft ging. „Es ist deshalb okay, wenn wir weniger Tore schießen.“ Der Knoten werde früher oder später auch vor dem gegnerischen Tor wieder platzen, sagte der Adler-Coach, dem die Erleichterung nach dem Sieg deutlich anzumerken war.
So spielten sie
Adler Mannheim: Gustafsson - Reul, Akdag; Lampl Lehtivuori; Larkin, Katic; Wirth - Plachta, Desjardins, Eisenschmid; Rendulic, Goc, Järvinen; Huhtala, Smith, Stützle; Hungerecker, Raedeke, Krämmer
Pinguins Bremerhaven: Pöpperle - Espeland, Fortunius; Moore, Dietz; Weber, Alber; Horschel - Urbas, Zengerle, Verlic; Sykora, Friesen, Feser; Mauermann, Quirk, Uher; Hilbrich, McMillan, Gläser
Tore: 1:0 Reul (Desjardins, Plachta) 34:28, 2:0 Desjardins (Plachta) 40:40, 3:0 Huhtala (Smith, Stützle) 54:32 - Strafminuten: 10:10 - Beste Spieler: Reul, Lampl, Desjardins – Pöpperle - Zuschauer: 10.964 - Schiedsrichter: Rantala/Rohatsch (Finnland/Lindau).