Eischockey
4:1 der Adler Mannheim in Schwenningen: Spiel der Verzögerungen
„Es war ein hartes Stück Arbeit, aber das ist es hier immer.“ Pavel Gross, Trainer der Adler Mannheim, freute sich nicht nur über den 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)-Sieg bei den Schwenninger Wild Wings. Ihm imponierte vor allem die Art und Weise, wie sein Team den Kampf angenommen und sich die Punkte in der Deutschen Eishockeyliga erobert hatte.
Es war ein Spiel der Verzögerungen. Das lag zunächst an den Adlern, die im Stau standen und für eine 45-minütige Terminverschiebung sorgten. In Schwenningen angekommen, präsentierten sie sich aber gleich auf der Höhe. „Das hat nach der langen Zeit im Bus gutgetan“, freute sich Borna Rendulic über die Bewegungstherapie. Er hatte im ersten Abschnitt für zufriedene Mienen gesorgt und traf – ebenso wie Matthias Plachta fünf Minuten zuvor – in Überzahl zum 2:0 (18.).
Dumme Strafen
„Dann haben wir das Momentum etwas verloren“, haderte Gross und lobte so zugleich die Schwenninger Zuschauer. Die hatten einen Heidenlärm veranstaltet. Erst recht natürlich, als Boaz Bassen in doppelter Überzahl zum Anschluss getroffen hatte (23.). Jordan Szwarz und Sinan Akdag hatten sich innerhalb von fünf Sekunden dumme Strafzeiten genommen und mussten zusehen, wie die Wild Wings den verbliebenen Dreierblock auseinanderspielten. Felix Brückmann konnte sich nicht über einen Mangel an Beschäftigung beschweren.
Vielleicht war es nicht schlecht, dass die Pause nach diesem Abschnitt ein wenig länger dauerte, da Schwenningens Eismeister Manuel Strohm und Patrick Mauch überschüssiges Wasser von der Eisfläche entfernten. Im Anschluss hatten sich die Adler wieder sortiert. „Es war klar, dass das nächste Tor sehr wichtig wird, und ich bin froh, dass es Jason war“, bilanzierte Gross. Jason Bast veredelte einen tollen Pass von Verteidiger Ilari Melart (45.). Der Rest war konzentrierte Verteidigungsarbeit, ein starker Torhüter und ein Schuss ins leere Tor durch Verteidiger Korbinian Holzer (59.).
Heimspiel am Sonntag
Die Adler wollen die frisch gewonnene Tabellenführung am Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers ausbauen.