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FCK

Marius Müller geht: Herz und Schmerz

Von Oliver Sperk & Horst Konzok

Er weiß, was er will: Marius Müller.

Er weiß, was er will: Marius Müller. ( Foto: KUNZ)

Keeper würde viel lieber bleiben – FCK verlängert die Verträge von Jan-Ole Sievers und Lennart Grill

Er lebt und liebt den 1. FC Kaiserslautern: Marius Müller. Am Sonntag (15.30 Uhr) im letzten Zweitliga-Heimspiel des abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Heidenheim hütet der 24-Jährige letztmals auf dem Betze das FCK-Tor. Das Aus – nur schwer auszuhalten für einen mit seinen Emotionen. Der Abstieg lässt ihn leiden.

Marius Müller, von 2003 bis 2016 beim FCK, dann ein Jahr beim Bundesligisten RB Leipzig, in dieser Saison auf Leihbasis zurück beim FCK, steht bis 30. Juni 2019 bei den „Roten Bullen“ unter Vertrag. „Sie haben dort ganz andere Sorgen als meine, aber ich hätte schon gerne gewusst, wie sie planen“, sagt Müller, der „keine Lust mehr hat, nochmals die Nummer 2,5 zu sein“. „Vielleicht kam die Bundesliga ja auch ein Jahr zu früh für mich, aber jetzt traue ich mir die Bundesliga zu, auch Leipzig“, sagt der 24-Jährige.

Freude über versöhnliche Worte

 

Er trägt beim FCK die Nummer 24, aber er ist die Nummer 1. Und genau so spielte, genau so hielt, genau so trainierte Müller. Er hielt erstklassig. Er arbeitete erstklassig. Wäre die Wahl zum FCK-Spieler des Jahres angesichts der traurigen Lage nicht storniert worden, der anfangs von Teilen der Fans wegen seines Gastspiels beim Red-Bull-Klub angefeindete Keeper wäre der strahlende Sieger geworden. Über manches freundliche, versöhnliche Wort in den sozialen Netzwerken hat sich der gebürtige Lampertheimer gefreut. Er überzeugte mit Leistung, lebte und lebt Identifikation vor.

Der Abstieg ist für ihn unerklärlich. „Mit dem Kader, mit diesen Spielern musst du nicht absteigen“, sagt der Torhüter. Aber der Fehlstart – zwei Punkte aus acht Spielen – „hat uns enorm viele Körner gekostet“. Und die Balance fehlte, trotz sehr guter Torhüterleistungen spielte die Mannschaft nur zweimal zu null. „Du musstest ja 30-mal zwei Tore und mehr schießen, um zu gewinnen …“ Und die Sechs-Punkte-Spiele in Aue und in Fürth, auch das daheim gegen Dynamo Dresden wurden verloren. Schlüsselspiele am Abgrund ...

"Mythos FCK wird es für mich immer geben"

 

Marius Müller träumte vom Aufstieg mit dem FCK, er träumte vom Aufstieg in die Bundesliga. Als Balljunge hatte er einst Roman Weidenfeller und Tim Wiese die Bälle zu geworfen, jetzt ist er im Tal der Tränen, er ist mit dem FCK abgestiegen. „Den Mythos FCK wird es für mich immer geben – auch wenn ich woanders spiele, auch wenn der FCK wieder hochkommt, oder – was ich nicht hoffe – noch tiefer sinkt“, bekennt Müller. Er weiß noch nicht, wie es ist, morgen als Absteiger Richtung Westtribüne zu laufen.

„Marius ist ein sehr guter Torhüter, es wäre schön, wenn er wieder zum FCK käme“, sagte Ronnie Hellström (69), der einstige Weltklasse-Keeper, gestern beim Training. Hellström spielte von 1974 bis 1984 für den FCK. Müller weiß noch nicht, wie es sportlich für ihn weitergeht. Hellströms Lob freut ihn, macht ihn stolz. „Vielleicht ist es ja doch auch hier noch möglich …“ , sinniert Ehrmanns ehrgeiziger Musterschüler und mag eine weitere Ausleihe nicht gänzlich ausschließen.

Bald ist Hochzeit

 

Sicher ist eins: Am 26. Mai ist Hochzeit. Marius und Vivien Müller, seit Dezember 2017 standesamtlich getraut, heiraten in Bensheim an der Bergstraße. Der Familie wegen, die Omas sollen es nicht weit haben.

Sicher ist jetzt auch: Seine Kronprinzen Jan-Ole Sievers (23) und Lennart Grill (19) bleiben dem FCK auch in der Dritten Liga erhalten. Die Verträge beider laufen bis 30. Juni 2021.

 

Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern.

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