Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Eishockey: Adler feiern 4:3 in Bremerhaven nach Penaltyschießen

Adler Andrew Desjardins wird von Will Weber gecheckt. Links der Mannheimer David Wolf.
Adler Andrew Desjardins wird von Will Weber gecheckt. Links der Mannheimer David Wolf. Foto: PIX

Die Adler Mannheim verabschiedeten sich in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit einem Sieg in die Länderspielpause. Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven siegte der Deutsche Meister mit 4:3 (1:0, 0:2, 2:1, 1:0) im Penaltyschießen. Borna Rendulic erzielte den entscheidenden Treffer.

Es war ein unterhaltsamer Eishockeynachmittag, nach dem sich beide Mannschaften ein kleines bisschen als Gewinner fühlen durften. Die Gastgeber, weil sie 53 Sekunden vor dem Ende durch einen abgefälschten Schuss von Jan Urbas noch zum 3:3-Ausgleich kamen und sich so überhaupt erst in Verlängerung und Penaltyschießen retteten, und die Adler, weil Borna Rendulic gleich drei Mal von der Mittellinie Anlauf nahm, alle drei Versuche verwandelte und den Mannheimern so den Zusatzpunkt sicherte. Verdienter Lohn für eine insgesamt überlegen geführte Partie.

Eigentlich war es aber ein Punkt zu wenig für die Adler. Das 1:0 nach dem Anfangsdrittel gab die Kräfteverhältnisse auf dem Eis nur ungenügend wieder. Verteidiger Denis Reul hatte aufs Tor geschlenzt und Torwart Kristers Gudlevskis war die Sicht versperrt (4.). Insgesamt aber war das zu wenig angesichts der drückenden Überlegenheit – und doch auch ein wenig glücklich, denn Urbas traf drei Minuten vor der ersten Pause für Bremerhaven den Pfosten. Der ansonsten gute Johan Gustafsson im Adler-Tor machtlos gewesen.

Im zweiten Drittel dreht Bremerhaven auf

Die Adler blieben überlegen, aber die Tore erzielten nun die Pinguine. Mark Zengerle hatte das nötige Scheibenglück, setzte zum Konter an und im dritten Nachstochern bugsierte Justin Feser den Puck über die Linie (33.). Und weil der Abpraller von Stanislav Dietz auf der Scheibe von Ross Mauermann landete (39.), war die Begegnung gedreht. Bremerhaven zog sich zurück und die Adler rannten an.

Mit Erfolg: David Wolf traf per Bauerntrick zum 2:2 und Phil Hungerecker stand knapp fünf Minuten vor dem Ende richtig, machte das 3:2 für die Adler. Die verpassten allerdings die endgültige Entscheidung und hatten beim Ausgleich ein wenig Pech, weil Reul den Puck ins eigene Tor abfälschte. Immerhin sorgte Rendulic für das Happy End aus Sicht der Gäste.

Verletzungs-Aus für Schiedsrichter

Das hatte Schiedsrichter Marian Rohatsch nicht. Thomas Larkin hatte den Unparteiischen mit der Scheibe im Gesicht getroffen, als er den Puck nach dem Abpfiff frustriert in die Bandenrundung schlenzen wollte. Larkin durfte weitermachen, für Rohatsch war das Spiel beendet.

So spielten sie

Fischtown Pinguins: Gudlevskis - Fortunus, Espeland; Dietz, Moore; Weber, Alber; Horschel - Verlic, Zengerle, Urbas; Feser, Friesen, Uher; Hooton, Quirk, Mauermann; Gläser, McMillan, Hilbrich

Adler Mannheim: Gustafsson - Lampl, Lehtivuori; Reul, Akdag; Larkin, Katic; Krupp - Huhtala, Smith, Stützle; Plachta, Desjardins, Wolf; Rendulic, Järvinen, Valenti; Hungerecker, Raedeke, Möser

Tore: 0:1 Reul (Akdag, Smith) 3:15, 1:1 Feser (Zengerle) 32:05, 2:1 Mauermann (Dietz) 38:24, 2:2 Wolf (Plachta) 49:46, 2:3 Hungerecker (Järvinen) 55:58, 3:3 Urbas 59.03, 3:4 Rendulic (65.) - Strafminuten: 8 - 10 - Beste Spieler: Urbas, Zengerle - Reul, Rendulic - Zuschauer: 4647 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Rohatsch (Lindau)/ Klein (Stuttgart).

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