Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Coming-out muss ohne Angst und Druck passieren

Akzeptant und Toleranz müssen über Symbole hinausgehen.
Akzeptant und Toleranz müssen über Symbole hinausgehen.

So lange ein Coming-out eines homosexuellen Fußballers eine Sondermeldung ist, ist der Weg noch weit.

Groß war die Erwartungshaltung, noch größer die Ernüchterung! Kein Massen-Coming-Out homosexueller Fußballer am Freitag. Dabei war der 17. Mai doch der internationale Tag gegen Homophobie – und eine solche Aktion angekündigt. Doch das regelrechte Hinfiebern auf diesen Termin zeigt nur, was in der öffentlichen Erwartungshaltung noch immer schief läuft. Wie wären die Reaktionen gewesen? „Oh, schon gehört, der ist schwul!“„Ach, der auch? Das hätt’ ich aber nicht gedacht.“ „Wie, der hat sich getraut?“ So lange ein mögliches Outing eines Fußballprofis eine Breaking News ist und keine Selbstverständlichkeit, ist in Fragen der Akzeptanz nur wenig gewonnen.

Auch für jemanden, der möglicherweise bereit ist, über so etwas Intimes wie die eigene Sexualität Auskunft geben zu wollen, hat es nichts befreiendes, wenn der Schritt an die Öffentlichkeit an einem bestimmten Tag erfolgen soll. In erster Linie bedeutet das Druck. Initiiert hat die Kampagne „Sports Free“ der Aktivist und ehemalige Jugend-Nationalspieler Marcus Urban. Er machte seine Homosexualität bereits 2007 und damit lange vor Thomas Hitzlsperger öffentlich. Er selbst hatte die Erwartungen an die eigene Aktion gedämpft, der 17. Mai stelle einen Auftakt dar, keinen Stichtag, sagte der 53-Jährige.

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