Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Schulöffnung: Behutsam lockern

Bald können die Stühle in den Grundschulen wieder runter vin den Tischen. Die Kinder kommen bald zurück.
Bald können die Stühle in den Grundschulen wieder runter vin den Tischen. Die Kinder kommen bald zurück.

Die Öffnung der Schulen ist für die Kinder wichtig. Sie ist auch ein Signal, dass die Einschränkungen nicht ewig währen.

Als die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg vorgeprescht waren und die Schulen gegen den Beschluss der Bund-Länder-Konferenz bereits zum 1. Februar öffnen wollten, hagelte es Kritik. Die Entdeckung einer Mutante des Corona-Virus in einer baden-württembergischen Kindertagesstätte ließ zunächst das Nachbarland, dann aber kurzfristig auch Rheinland-Pfalz Abstand von den Plänen nehmen. Wenige Wochen später stellt die Mutante in der englischen oder der südafrikanischen Variante immer noch eine erhebliche Gefahr dar, aber das Infektionsgeschehen ist insgesamt rückläufig.

Die enormen sozialen Einschränkungen, die die Bekämpfung der Pandemie mit sich bringt, fallen immer mehr Menschen immer schwerer. Nicht nur jenen, denen das bunte Treiben an Fasnacht Lebensfreude bringt. Die Öffnung der Grundschulen im Wechselunterricht ist eine behutsame Rückkehr in die Normalität. Sie ist vor allem für die Kinder immens wichtig. Jene, die zuhause wenig Unterstützung haben, drohen im Fernunterricht abgehängt zu werden. Die Öffnung der Schulen ist darüber hinaus aber auch ein Zeichen in die Gesellschaft hinein, dass weitere Lockerungen möglich sein werden. Vorausgesetzt, dass es keine Superspreader-Ereignisse an den närrischen Tagen gibt. Dafür tragen alle die Verantwortung.

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