Rheinland-Pfalz Wiesen und Moore im Mittelpunkt

Die alte Dauerausstellung im Hunsrückhaus bei Deuselbach, in der die Forstwirtschaft breiten Raum einnahm, wird durch eine neue
Die alte Dauerausstellung im Hunsrückhaus bei Deuselbach, in der die Forstwirtschaft breiten Raum einnahm, wird durch eine neue Präsentation ersetzt. Diese Schau, die am nächsten Sonntag eröffnet wird, ist den Naturräumen des Hunsrück-Nationalparks gewidmet.

«MAINZ.» Dreieinhalb Jahre nach dem Start des rheinland-pfälzischen Nationalparks werden sich Besucher endlich in einer Ausstellung über das Schutzgebiet informieren können: Am nächsten Sonntag wird die Schau im Hunsrückhaus am Erbeskopf eröffnet, so das Mainzer Umweltministerium auf Anfrage.

Die als Dauerausstellung konzipierte Präsentation zeigt nach Angaben des Ministeriums die Naturräume im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Schwerpunktthemen werden Moore und Wald sein. Mit der Ausstellungseröffnung werde „der erste zentrale Schritt zur Entwicklung als Nationalparktor gegangen“. Weitere Schritte wie etwa der Bau einer Außenausstellung würden folgen. Wie berichtet, sind noch zwei weitere Nationalparkportale für das Schutzgebiet geplant. Diese „Tore“ sollen als touristische Anlaufstellen dienen. Neben dem Hunsrückhaus sind dafür die Wildenburg bei Kempfeld im Nordosten und der Keltenpark im Süden beim saarländischen Otzenhausen vorgesehen. Zwar werden Wildenburg und Keltenpark laut Ministerium bereits „als zentrale Anlaufstellen mit einem vielfältigen Angebot“ und als Ausgangspunkt für Rangertouren genutzt. Aber ihr Ausbau als Portal lässt auf sich warten: Für die Wildenburg werden noch Gespräche „insbesondere zur künftigen Trägerstruktur und Fortentwicklung der Anlage geführt“, heißt es im Ministerium. Im Keltenpark soll ein Neubau errichtet werden, der es inzwischen bis zum Architektenwettbewerb geschafft hat. Bereits am ersten Advent wurde in dem kleinen Ortsteil Muhl im Südwesten des Nationalparks das modernisierte Bürgerhaus als „Nationalpark-Service-Station“ eingeweiht. Dort werden laut Ministerium Informationen zum Nationalpark vorgehalten. Besucher können auf der Wiese hinter dem Bürgerhaus zelten und und die neuen Sanitäranlagen in dem Gebäude nutzen. Außerdem werden wie bisher schon vom Bürgerhaus aus Rangertouren sowie weitere Veranstaltungen wie Treffen der Junior-Ranger oder Angebote für Schulklassen im Rahmen des Religionsunterrichtes organisiert. Die St. Josefskapelle in Muhl soll nun instandgesetzt werden. In diesem Gotteshaus, das auch als „Nationalparkkirche“ bezeichnet wird, finden bereits Veranstaltungen zum Schutzgebiet statt. Info Weitere Informationen zum rheinland-pfälzischen Nationalpark finden sich unter www.nationalpark-hunsrueck-hochwald. de/ im Internet.

x