Rheinland-Pfalz Tod von Polizistin: Gutachter sucht nach Unfallursache
«Saarbrücken». Ein Gutachten soll klären, wie es zu dem tragischen Verkehrsunfall kam, bei dem am Samstag eine 22 Jahre alte Polizistin in Saarbrücken ums Leben kam.
Wie in der RHEINPFALZ am SONNTAG berichtet, war die Frau als Beifahrerin mit einem Kollegen am frühen Samstagmorgen zu einem Einsatzort unterwegs gewesen. Aus bisher ungeklärter Ursache kam der Wagen an einem Kreisverkehr von der Straße ab und prallte gegen eine Laterne, wie eine Sprecherin der Polizei gestern sagte. Die Feuerwehr hatte die junge Frau noch aus dem auf dem Dach liegenden Autowrack befreit. Sie erlag aber am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Sprecherin war sie erst am 1. Februar zur Polizeikommissarin ernannt worden. Andere Autos waren nach Angaben der Polizei nicht an dem Unfall beteiligt. Wie die Sprecherin sagte, soll der Gutachter zunächst das Wrack des Polizeiwagens untersuchen. Die Polizei rechne aber frühestens in acht Tagen mit dem Ergebnis des Gutachtens. Der Fahrer des Wagens, laut Sprecherin Jahrgang 1985, wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Saarbrücker Klinik gebracht. Mit seiner jungen Kollegin war er zusammen mit einem zweiten Einsatzwagen zu einem Zeugen unterwegs. Dieser hatte einen „total betrunkenen Mann“ gemeldet, der auf dem Weg ins nahe Frankreich gewesen sein soll. Zum Zeitpunkt des Unfalls seien die Kollegen hinter dem verunglückten Wagen gefahren. Unter anderem sie sollen als Zeugen zum Unfallhergang befragt werden, sagte die Sprecherin. Der Auslöser des Einsatzes, ein 25 Jahre alter Franzose, wurde schließlich an seinem Wohnort in Frankreich angetroffen. Er habe sich der Polizei in Deutschland freiwillig gestellt, sagte die Polizeisprecherin und betonte, der 25-Jährige sei nicht aktiv an dem Unfall beteiligt gewesen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet.