Rheinland-Pfalz Kälte: Obdachlose sollten nicht im Freien übernachten

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«Mainz/KAISERSLAUTERN.» Bei Frost im Freien zu übernachten, kann nach Überzeugung des Mainzer Herzmediziners Thomas Münzel tödlich sein. Wer einen Menschen bei Minusgraden auf der Straße schlafen sehe, solle daher umgehend den Notarzt rufen, sagte gestern der Professor für Kardiologie an der Mainzer Uniklinik.

In Kaiserslautern retteten Passanten am Mittwochabend einen Obdachlosen vor dem Erfrierungstod. Der Mann habe in der Innenstadt schlafend auf der Straße gelegen, teilte die Polizei gestern mit. Passanten weckten den Mann und brachten ihn ins Warme. Obdachlose seien aufgrund vielfacher Vorerkrankungen eine „extrem gefährdete Gruppe“, sagte Münzel. Gerade herzschwache Menschen sollten daher unter keinen Umständen draußen schlafen, da die Kälte bestehende gesundheitliche Probleme verstärke. „In der Kälte keinen Rückzugsort zu haben, das ist schlimm für die Leute“, so Tanja Scherer von der Evangelischen Wohnungslosenhilfe in Mainz. Viele Menschen suchten nachts Schutz in Bahnhofsgebäuden, Foyers oder in Parkhäusern.

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