Rheinland-Pfalz einwurf: Unter Zeitdruck

Die Aufspaltung der Holzvermarktung in Rheinland-Pfalz schwächt die Position der Forstverwaltung gegenüber den Käufern. Verliert sie doch über die Hälfte ihrer Angebotsmenge. Und dennoch: Landesforsten wird weiter ein bestimmender Faktor im Holzmarkt sein. Schließlich bleibt die Holzproduktion von der Pflege der Wälder über die Auswahl der zu fällenden Bäume bis hin zur Bereitstellung der Stämme weitgehend in der Verantwortung der Forstämter. Die unter dem Druck der Kartellbehörde entwickelte Neuorganisation hat die waldbesitzenden Kommunen unter Zugzwang gesetzt. Sie mussten sich für einen neuen Vermarktungsweg entscheiden. Die meisten traten einer der neuen regionalen GmbHs bei. Damit entschieden sie sich für eine Lösung, von der bisher wenig mehr als ihr Name bekannt ist. Der Fahrplan des Umweltministeriums für die Neuorganisation war offensichtlich ohne ausreichende Zeitreserven angelegt. Bleibt zu hoffen, dass die Forstverwaltung im vergangenen Jahr einen ausreichenden Vorrat an Kaufverträgen abgeschlossen hat.