Rheinland-Pfalz
Donnersberg: Schwere Waldschäden nach Hitzesommer [mit Bildergalerie und Video]
Hohe Temperaturen und wenig Regen – die Sommer der vergangenen Jahre haben in den rheinland-pfälzischen Wäldern Spuren hinterlassen. Der Waldbezirk am Donnersberg gehört landesweit zu den drei Forstämtern mit den größten Schäden. Nun hat Revierförster Martin Teuber noch ein weiteres Problem entdeckt, das weitreichende Folgen haben könnte.
„Man könnte heulen, wenn man das sieht“, bringt Martin Teuber, Förster im Revier Dannenfels, die Situation am Donnersberg auf den Punkt. Lange Dürre- und Hitzeperioden in den vergangenen Jahren haben dem Wald in der Nordpfalz stark zugesetzt. Das Ergebnis: In einigen Waldstücken am Donnersberg prägen statt bunter Herbstblätter nun verdorrte Bäume das Landschaftsbild.
Hauptproblem: Trockenheit
Nach Angaben von Landesforsten Rheinland-Pfalz meldete das Forstamt Donnersberg nach dem Sommer 2019 absterbende Bäume auf insgesamt 287 Hektar Wald – eine Fläche so groß wie mehr als 400 Fußballfelder. Betroffen sind vor allem Buchen (97 Hektar) und Eichen (94 Hektar). Damit gehört das Forstamt Donnersberg, das insgesamt eine Fläche von rund 20.000 Hektar betreut, zu den drei Forstämtern in Rheinland-Pfalz, deren Wälder am stärksten von der Dürre im Sommer betroffen sind. Landesweit haben nur die Forstämter Pfälzer Rheinauen (620 Hektar) und Koblenz (331 Hektar) größere Schäden gemeldet. Probleme mit Fichten wie im Soonwald im Hunsrück, wo die Bäume durch Stürme und Borkenkäfer stark beschädigt wurden und reihenweise gefällt werden mussten, gebe es am Donnersberg nicht. „Bei uns ist die Trockenheit das Hauptproblem – und das auch bei Baumarten, die eigentlich trockenresistent sind“, sagt Teuber.