Corona-Krise Bätzing-Lichtenthäler für neue Teststrategie bei Urlaubern

Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) im Juni.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) im Juni.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hält die neue Teststrategie bei Reisen für richtig. „In Rheinland-Pfalz wurden weniger als ein Prozent der Reiserückkehrer an den Teststationen des Landes mit einem positiven Befund auf das Coronavirus getestet“, sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die endgültige Entscheidung zu den in der Schalte der Gesundheitsministerkonferenz besprochenen Inhalten werde am Donnerstag in einem Gespräch der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder in dieser Woche getroffen.

„Die Testung von Urlaubsrückkehrern war in der Ferienzeit eine gute Ergänzung zu unserer Teststrategie des Landes“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. „Besonders mit Blick auf den Herbst sollten wir uns nun wieder auf die anlassbezogene Populationstestung konzentrieren“, betonte die Ministerin. „Die breite Testung um einen positiven Fall herum ist sehr effektiv, um frühzeitig und gezielt Maßnahmen ergreifen zu können und Infektionsketten zu unterbrechen.“

Nach der Schalte der Gesundheitsminister soll es kostenlose Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland nach Ende der Sommerreisesaison nicht mehr geben. Außerdem soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden. Kritik daran kam aus Bayern.

Im Moment gilt, dass Reisende, die in Risikogebieten waren, sich nach der Einreise testen lassen müssen, wenn sie keinen eigenen - maximal 48 Stunden - alten negativen Test vorweisen können. Ein negatives Ergebnis hebt die vorgeschriebene Quarantänepflicht auf. Seit Ende Juli können sich zudem Urlaubsrückkehrer auch aus Nicht-Risikogebieten in Deutschland kostenlos auf Corona testen lassen.

Rheinland-Pfalz hatte Anfang August als Ergänzung bestehender Einrichtungen vier Teststationen für Reiserückkehrer eingerichtet. Nach Problemen mit vielen handschriftlich ausgefüllten Formularen bei der Teststation an der Autobahn bei Trier meldete unterdessen auch der Rhein-Hunsrück-Kreis Schwierigkeiten bei der Station am Flughafen Hahn. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Laut einer Kreissprecherin dauerte anfangs die Übersendung der Testergebnisse so lange, dass das Testlabor gewechselt und die Abläufe beschleunigt worden seien. In manchen Fällen hätten die zurückgekehrten Flugreisenden ihre Mailadresse gar nicht oder unleserlich angegeben, so dass die Testergebnisse zeitaufwendig als Briefe verschickt worden seien. In Einzelfällen seien diese wegen falscher Angaben der Postadresse nie angekommen. Weitere Teststationen für Reiserückkehrer in Rheinland-Pfalz befinden sich an der belgischen Grenze (Bitburg) sowie an der französischen Grenze (Landau).

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