Rheinland-Pfalz An Rhein und Saar: Medikamente zu oft unpassend verordnet

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. Von Ärzten unpassend verschriebene Medikamente gefährden unnötig oft die Gesundheit von Patienten. So lautet das zentrale Ergebnis des Arzneimittelreports der Barmer, der gestern in Mainz vorgestellt wurde. Verschriebene Medikamente würden zu häufig nicht zum Gesundheitszustand oder Alter der Patienten passen. Dazu kommen Risiken durch die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente. „Die Arzneimitteltherapiesicherheit ist in Rheinland-Pfalz nicht so, wie sie sein sollte“, sagte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Im schlimmsten Fall könne es lebensbedrohlich werden: Untersuchungen hätten ergeben, dass drei bis fünf Prozent aller Todesfälle auf unerwünschte Arzneimittelereignisse zurückzuführen sind. Fast jeder fünfte Rheinland-Pfälzer bekam dem Report zufolge 2016 Protonenpumpenhemmer (PPI), die etwa gegen Sodbrennen wirken, verschrieben. Nur bei weniger als die Hälfte dieser Patienten habe aber dafür eine entsprechende Diagnose vorgelegen. Man könne annehmen, dass vielen Patienten PPI aufgrund von Vermutungen oder ungeprüft weiterverordnet werden, sagte Kleis. Der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Stefan Holler, widerspricht: Die pauschale Behauptung, es würde zu viel oder unnötig PPI verschrieben, könne man nicht nachvollziehen. . Rheinland-Pfalz übernimmt 2020 den Vorsitz in der Kultusministerkonferenz (KMK). „Das wird eine neue Herausforderung, auf die ich mich freue“, sagte die Mainzer Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD): „Angesichts zahlreicher Megathemen in der Bildung wird es für alle Länder arbeitsreich bleiben.“ Sie nannte die Digitalisierung, die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung, aber auch Demokratieerziehung und „eine zunehmende Heterogenität an vielen Schulen“. Die Zusammenarbeit der Länder in der Konferenz habe sie bisher als „intensiv und meistens auch konstruktiv empfunden“. 2004 hatte mit Doris Ahnen (SPD) zuletzt eine rheinland-pfälzische Bildungsministerin den Vorsitz der Konferenz gehabt. Der Vorsitz wechselt jährlich.

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