100 Jahre BASF-Feierabendhaus Festwoche Ende Mai mit fünf Konzerten
Der Reihe nach: Beethoven steht im Mittelpunkt des Festkonzerts am 4. Mai, das ursprünglich das Ende der Jubiläumsfeierlichkeiten markieren sollte: Nach seiner Uraufführung 1808 wurde Ludwig van Beethovens zeitgleich mit der fünften Sinfonie entstandene Tripelkonzert lange Zeit kaum gespielt – vielleicht weil es insbesondere im Cellopart manch heikle Stelle aufweist. Legendär ist allerdings die Einspielung aus dem Jahr 1969 mit David Oistrach, Mstislaw Rostropowitsch, Swjatoslaw Richter und den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Mit Isabelle Faust (Violine), Sol Gabetta (Violoncello) und Kristian Bezuidenhout (Klavier) widmen sich gleich drei herausragende Solisten gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel unter Dirigent Giovanni Antonini dem Bonner Komponisten. Dessen fünfte Sinfonie beginnt mit bedrohlichen c-Moll-Klängen und endet in einem strahlenden C-Dur-Jubel, wandert gleichsam „Durch die Nacht zum Licht“.
Festkonzert zum Abschluss der Jubiläumssaison:
Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini, Isabelle Faust, Sol Gabetta und Kristian Bezuidenhout mit dem Triplekonzert und der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, Mi 4.5., 20 Uhr, BASF-Feierabendhaus
Höhepunkte der ausgefallenen Festwoche
Anschließend wird aber noch ein bisschen weitergefeiert: Am 30. November 1921 fand das erste Sinfoniekonzert des damaligen Pfalzorchesters im heutigen Feierabendhaus der BASF statt. Das sollte mit einer zentralen Festwoche im Herbst rund um dieses Datum begangen werden, die jedoch Corona zum Opfer fiel. Mit etwas Verspätung sind einige Höhepunkte des geplanten Programms daher zwischen 23. und 30. Mai noch zu erleben:
Joy Denalane eröffnet Konzertreigen
Den Reigen eröffnet die „Gebieterin über Soul und Hip-Hop“ („Hamburger Abendblatt“) und „Queen of German Soul“ („Focus“), wie Joy Denalane aufgrund ihrer warmen, kraftvollen Stimme und ihrer Mischung aus Soul, R&B sowie afrikanischen Stil-Elementen und deutschen Texten gern betitelt wird. Im Gepäck hat sie ihr 2020er Album „Let Yourself Be Loved“ mit englischsprachigen Songs im Stil klassisch-amerikanischer Soulmusik der 60er- und 70er-Jahre.
Armin Chodzinskis Lecture-Performance
Zwei Tage später begibt sich Armin Chodzinski, der „Artist in Residence“ (also Werkskünstler) der BASF 2021, auf den Weg durch den Feierabend. Mit seinem Ensemble sucht er in einer Lecture-Performance Antworten auf offene Fragen. Denn wie klingt, riecht oder schmeckt eigentlich Feierabend?
Party mit der Jazzrausch Bigband
Für Partystimmung sorgt anschließend die bis zu 20-köpfige Münchner Jazzrausch Bigband mit ihrer elektrisierenden Mischung aus mächtigen Bläsersätzen und dem Groove von Techno, Hip-Hop und Soul.
Abend der Deutschen Staatsphilharmonie
Beim Abend mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz (in den vergangenen 100 Jahren vielfach Gast im Feierabendhaus) unter der Leitung von Miguel Pérez Iñesta und Iñigo Giner Miranda (Dramaturgie und Regie) steht das Überraschungsmoment mit einer musikalisch-dramaturgischen Zeitreise im Mittelpunkt.
BASF-Belegschaftsband bringt Bühne zum Beben
Schon 1919 rief der Bildungsausschuss die BASF-Belegschaft auf, ihre künstlerisch Aktiven ins (Rampen-)Licht zu rücken: Die Fire Evening House Band, eine Combo aus Anilinerinnen und Anilinern, verspricht jetzt die Bühne des Festsaals so richtig zum Beben zu bringen.
Die Termine auf einen Blick:
Joy Denalane
„Let Yourself Be Loved“, Mo 23.5.,
20 Uhr, BASF-Feierabendhaus
F wie Feierabend oder: Wer repariert die 5-Uhr-Sirene?
Eine Lecture-Performance-Revue von Armin Chodzinski und den #drccallstars: Mi 25.5., 20 Uhr, BASF-Feierabendhaus
Jazzrausch Bigband mit „Emergenz“
Fr 27.5., 20 Uhr, Kulturzentrum Das Haus (Bahnhofstr. 30)
Festkonzert der Staatsphilharmonie
... unter anderem mit Miguel Pérez Iñesta und Iñigo Giner Miranda, So 29.5., 18 Uhr, BASF-Feierabendhaus
Fireevening Houseband
Anilinerinnen und Aniliner sorgen für einen Abend voller Überraschungen: Mo 30.5., 19 Uhr, BASF-Feierabendhaus
Karten: Telefon 0621 6099911, Fax: 06341 91775-50, E-Mail: basf@fishnjam.de; das komplette Kulturprogramm mit allen Infos und Bestellmöglichkeit: www.basf.de/kultur
