Pfalz Tierschutz: Polizei stoppt Schlachtviehtransport in Sinsheim
Wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz haben Beamte der Autobahnpolizei Mannheim am Donnerstagabend einen belgischen Schlachtviehtransporter auf der A6 bei Sinsheim gestoppt. Wie die Polizei mitteilt, kontrollierten die Beamten das Fahrzeug gegen 19 Uhr im Rahmen einer Streife zwischen den Anschlussstellen Sinsheim-Süd und Sinsheim-Steinsfurt. Aus der automatischen Tränke, die die 527 Tier mit Wasser versorgen sollte, kam lediglich Luft. Zudem hatten einzelne Tiere schon begonnen, sie gegenseitig „anzufressen“, hieß es weiter. Darüber hinaus waren Tiere unterschiedlichster Größen- und Gewichtsklassen zusammen in sogenannten Buchten transportiert.
Gesundheitszustand bedenklich
Als die Beamten von dem Fahrer eine Leiter forderten, um die Tiere auf dem höchsten Deck zu begutachten, erklärte dieser, dass er keine Leiter mit sich führe. Auf den laut Polizei zum Teil bedenklichen gesundheitlichen Zustand der Tiere angesprochen, äußerte der Lenker der Fuhre, dass die Tiere sowieso geschlachtet würden.
Amtstierarzt eingeschaltet
Der Mann war mit dem Schlachtvieh unterwegs von den Niederlanden nach Süddeutschland. Nach Rücksprache mit einem Amtstierarzt und wegen der Nähe zum Zielort wurde dem Fahrer die Weiterfahrt gestattet. Die Kontrolle wird allerdings wegen einer Reihe von Verstößen gegen die Tierschutztransportverordnung und das Tierschutzgesetz rechtliche Konsequenzen haben. Das Verkehrskommissariat Walldorf ermittelt ebenso wie das Veterinäramt des Rhein-Neckar-Kreises.