Pfalz Germersheim: Gumasol Rubber Tec im vorläufigen Insolvenzverfahren

Die Gumasol Rubber Tec GmbH ist erneut zahlungsunfähig. Am Montag wurde vom Amtsgericht Landau ein vorläufiges Insolvenzverfahren verfügt. Das bestätigte gestern auf Anfrage der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Wiedemann von der Mannheimer Kanzlei Ernestus. Nach seinen Angaben handelt es sich um einen vorläufigen Fremdantrag. Wer den Antrag stellte und wie hoch die Verbindlichkeiten sind, sagte Wiedemann nicht, da es sich um ein nichtöffentliches Verfahren handle. Er sei nun dabei zu prüfen, wie sich der Geschäftsbetrieb des Herstellers von Reifen und Gummiteilen aufrechterhalten lasse. „Es sieht gut aus.“ Erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten sollen in den nächsten Tagen fortgeführt werden

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Gesprochen habe er auch mit der Geschäftsführung der indischen Ruia Group mit Sitz in Kalkutta, zu der Gumasol seit 2010 gehört. Diese prüfe derzeit den Antrag und wie sie weiter verfahren werde. Laut Wiedemann wird es noch etwa zwei Wochen dauern bis Klarheit herrscht, wie es mit Gumasol weitergehen wird. Obwohl es bereits 2014 zwei vorläufige Insolvenzverfahren gab (wir berichteten) habe er den Eindruck, dass die Ruia Group die Gumasol halten möchte. Betriebsrat und Gewerkschaft hoffen indes, dass die Inder die Gumasol entlassen und ein neuer Investor in das Unternehmen einsteigt. In der Vergangenheit war den Indern vorgeworfen worden, sie ließen den Germersheimer Betrieb ausbluten, zögen Kapital und Know how ab, investierten aber nicht. Aktuell arbeiten laut Wiedemann bei der Gumasol rund 80 Leute; 2014 waren es noch 104.

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