Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Corona: Über 1000 Infizierte allein in der Pfalz

Im Azurit-Seniorenzentrum in Grünstadt ist am Donnerstag ein dritter Bewohner dem Coronavirus erlegen.
Im Azurit-Seniorenzentrum in Grünstadt ist am Donnerstag ein dritter Bewohner dem Coronavirus erlegen.

In der Pfalz waren bis Donnerstag, 10 Uhr, 1040 Corona-Patienten registriert. Das waren 81 Fälle mehr als am Mittwoch. In ganz Rheinland-Pfalz erhöhte sich die Anzahl der Infizierten auf 3276 (plus 240 gegenüber Mittwoch, siehe Grafik). Die Anzahl der Corona-Todesopfer stieg landesweit um zwei auf 27. Am Abend wurde bekannt, dass in Grünstadt ein weiteres Todesopfer zu beklagen ist.

Bei dem Verstorbenen handelte es sich um einen 84-jährigen Bewohner des Azurit-Seniorenzentrums, informierte die Kreisverwaltung Bad Dürkheim. Damit sind in dem Heim drei Bewohner dem Coronavirus erlegen, pfalzweit erhöht sich die Anzahl der Todesopfer auf neun.

Im Rhein-Pfalz-Kreis erhöhte sich die Anzahl der Infizierten bis Donnerstag, 10 Uhr, um 13 auf 105 Corona-Patienten, wie aus einer Übersicht des Mainzer Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das war die höchste Zunahme in der Pfalz an diesem Tag. Im Kreis Bad Dürkheim waren 189 Erkrankte (plus zehn) registriert. Mit 255 Fällen verzeichnet der Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz die höchste Infizierten-Anzahl (plus elf). Sechs Menschen vielen bisher in Koblenz dem Virus zum Opfer, das ist landesweit die höchste Zahl.

Opel will Masken spenden

Der Autobauer Opel kündigte an, 12.000 Schutzmasken an das Referat für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Kaiserslautern beziehungsweise des Landkreises Südwestpfalz zu übergeben. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus stellt Opel Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen deutschlandweit rund 50.000 Schutzmasken zur Verfügung.

2000 Lehrer wollen aushelfen

Mehr als 2000 Lehrkräfte sind einem Aufruf der Mainzer Landesregierung gefolgt: Sie wollen freiwillig im Gesundheitswesen aushelfen. Die Schulaufsicht ADD hatte vor zwei Wochen in einem Brief die Lehrer gebeten, etwa bei Verwaltungsaufgaben in Gesundheitsämtern, der Betreuung von Telefon-Hotlines oder der Datenerfassung behilflich zu sein. Auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit könnten Lehrkräfte tätig werden, erklärte ADD-Sprecherin Miriam Lange am Donnerstag in Trier. Das Gesundheitsministerium koordiniere die Einsätze. „Wir haben Lehrkräfte, die aktuell gar nicht unterrichten können, auch nicht digital, etwa Musik, Kunst oder Sport“, so Lange.

Hilferuf aus den Sozialstationen

Die 33 ökumenischen Sozialstationen in der Pfalz und Saarpfalz mit ihren 2500 Mitarbeitern suchen dringend nach Atemschutzmasken und Schutzausrüstung, hieß es am Donnerstag in einer E-Mail an die RHEINPFALZ mit der Bitte um Spenden. Gebraucht würden vor allem normale Einmal- beziehungsweise OP-Masken sowie FFP-2-Masken für die Versorgung von Infizierten. Die normale Beschaffung von Desinfektionsmitteln und Schutzausrüstung klappe nicht mehr. „Neueinsteiger am Markt verlangen oft Wucherpreise, riesige Stückzahlen und Vorauszahlungen“, so die Diakonie. Die Sozialstationen versorgen eigenen Angaben zufolge über 13.000 Menschen, die zur Risikogruppe gehören.

Kontakt zur Sozialstation

Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft für die Ökumenischen Sozialstationen: andrea.menn@diakonie-pfalz.de,

Telefon 06232 664250

wirtcoronafaelleprotag02
x