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Guinness-Buch der Rekorde: Immer noch ein Bestseller
Schneller, höher, weiter: Am 27. August 1955 erschien das erste Guinness-Buch der Rekorde. Schon damals wurde es in Großbritannien innerhalb weniger Monate ein absoluter Bestseller. Und heute? Ist das Guinness-Buch das meistverkaufte Buch nach Bibel und Koran – mit einer Auflage von über 150 Millionen seit dem Gründungsjahr 1955.
Die Idee, eine „offizielle“ Sammlung von Rekorden zu veröffentlichen, entstand bei einer Jagd im Südosten Irlands. Der Legende nach hatten die Beteiligten – unter ihnen der Geschäftsführer der Guinness-Brauerei, Sir Hugh Beaver – das von ihnen anvisierte Federwild teilweise verfehlt. Darüber entbrannte eine Diskussion, welcher Vogel der schnellste in Europa sei. Weil zur damaligen Zeit aber keines der existierenden Nachschlagewerke darüber Auskunft geben konnte, kam der geschäftstüchtige Beaver auf die Idee einer Werbeaktion. Sein Ziel: die Diskussionen in den Pubs anzufachen und die trinkfreudigen Iren mit der Auflistung von Bestleistungen zu noch mehr Guinness-Konsum anzuregen.
Rekorde in sieben Kategorien
Den Auftrag, das Projekt umzusetzen, erhielten im September 1954 die Brüder Norris und Ross McWhirter – ihnen gehörte damals eine statistische Agentur in London. Ein Jahr später kam die Erstausgabe unter dem Titel „The Guinness Book of Records“ in den Buchhandel.
In sieben verschiedenen Kategorien werden seitdem Rekordfälle bearbeitet – darunter etwa Natur, menschliche Leistung oder Kunst und Unterhaltung. Auch in Deutschland entstanden bereits etliche Bestmarken. Aktuell steht zum Beispiel die mit 17,66 Metern größte und höchste Sandburg der Welt im Ostseebad Binz auf Rügen. 20 Künstler erschufen die Weltrekordburg bereits im vergangenen Jahr. Und: Sie steht immer noch. Den milden Winter hatte das Mega-Bauwerk mit nur wenigen Beschädigungen gut überstanden, es kann nach wie vor besichtigt werden.
Der Jubiläumskalender