Zweibrücken Zehnter Sieg in Folge zum Greifen nah

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«ZWEIBRÜCKEN.» „Wir haben vier Jahre gebraucht, um mehr als fünf Spiele in Serie zu gewinnen. Jetzt können wir sogar zehn Spiele in Folge gewinnen“, sagt Rüdiger Lydorf, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken. Diesen zehnten Sieg könnten die Zweibrückerinnen am Sonntag gegen die TG Waldsee einfahren (Anwurf: 16 Uhr, Ignaz-Roth-Halle).

Doch da braucht es gegen den Tabellenzehnten Waldsee eine konzentrierte Leistung. „Die haben sehr viele Spiele lange offen gehalten“, warnt Lydorf. Zuletzt zum Beispiel die Partie gegen Tabellenführer Marpingen. Erst in der Schlussphase setzte sich der Spitzenreiter klar durch. Und den Tabellenzweiten Hunsrück haben die Südpfälzerinnen zu Hause sogar geschlagen. „Das mit dem lange offenen Spiel war bei uns im Hinspiel im Prinzip ähnlich“, resümiert Lydorf. 30:21 gewannen die Zweibrückerinnen. Möglich war dieser Erfolg, weil eine überragend parierende Zweibrücker Torfrau Daphne Huber ihre Mannschaft im Spiel gehalten hatte. „Wir hatten ja auch in Wittlich ein paar Anlaufprobleme“, erinnert Lydorf an das vergangene Auswärtsspiel. Die abzustellen „wäre gegen Waldsee schon wichtig“, hofft er auf ein Team, das vom Anpfiff weg hellwach ist. Was in den 60 Spielminuten dann notwendig ist, um den zehnten Sieg in Serie einzutüten, wurde diese Woche im Training intensiv besprochen und eingeübt. Zunächst ist die Abwehr gefordert, die die Kreise von den Top-Torschützinnen und Spielgestalterinnen der TGW, Julia Barth und Bea Demski, einengen muss. „Dass die beiden die entscheidenden Spielerinnen bei Waldsee sind, ist in der ganzen Liga kein Geheimnis“, sagt Lydorf. Im Hinspiel war das phasenweise gelungen. „Lassen wir sie ungehindert werfen, wird das richtig schwierig für uns“, sieht Lydorf seine Abwehrreihe in der Pflicht, hier mit viel Beinarbeit und Köpfchen die Grundlage für den angestrebten Erfolg zu legen. Kann die Abwehr Bälle gewinnen, gelte es, mit Tempo nach vorne zu spielen. Wie in den vergangenen Partien, „aber mit deutlich weniger Fehlern“, sagt Lydorf und hofft auf mehr Passsicherheit in der ersten, zweiten Welle und beim Spielaufbau. Der Zweibrücker Angriff darf sich auf eine offensive 3-2-1-Deckung des Gegners einstellen. Da wird das Kleingruppenspiel gefragt sein, können beispielsweise Doppelpässe für die entscheidenden Lücken in der gegnerischen Defensive sorgen. Personell könnte es am Sonntag auf der Zweibrücker Bank etwas besser aussehen als zuletzt in Wittlich. Ob Rückraumspielerin Levke Worm, die eine Bindehautentzündung plagt, wieder einsatzfähig ist, „müssen wir abwarten. Da riskieren wir auch sicher nichts“, sagt Lydorf. Torfrau Daphne Huber bekommt wieder Unterstützung von B-Juniorin Nina Schillo. „Es wäre aber schön, wenn die Feldspielerinnen den Torhüterinnen ein eher ruhiges Spiel bescheren“, sagt Lydorf lachend.

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