Handball
Wiedersehen des SV 64 Zweibrücken mit Ex-Spieler Egelhof fällt aus
„Schade, wir freuen uns immer, wenn wir Robin sehen“, sagt SV 64-Trainer Stefan Bullacher, der Egelhof als Jugendspieler die Chance bot, in der Dritten Liga zu debütieren und der große Stücke auf den wurfgewaltigen Mann hält. Dass sich dessen Wunsch, noch mal Zweite Bundesliga zu spielen, erfüllen wird, „davon bin ich überzeugt. Das kann er“, sagt Bullacher. Egelhof spielte, bis ihn gesundheitliche Probleme zu einer Handballpause zwangen, schon mal für die Eulen Ludwigshafen in Liga zwei.
Der Ausfall Egelhofs schmerzt den TuS, der mit vier Siegen klar auf dem angestrebten Kurs Aufstiegsrunde liegt, sicher. Schwer wiegt auch der Ausfall von Torwart Kevin Klier. Der frühere Friesenheimer Erstliga-Keeper hat massive Schulterprobleme. Was die schwerwiegenden Ausfälle angeht, steht es vor dem westpfälzischen Handball-Duell aber unentschieden. SV-Torwart Marko Ivankovic fällt mit einer Gürtelrose längere Zeit aus, und bei Tom Grieser hat sich die befürchtete Schambeinentzündung bestätigt. Zwei wichtige Teile der SV-Abwehrachse sind damit für längere Zeit außer Gefecht gesetzt. „Das sind natürlich herbe Ausfälle. Wir werden in den nächsten Wochen schauen, wie wir das regeln“, sagt Bullacher. In Dansenberg hilft dabei ein Brüderpaar aus der zweiten Mannschaft: Alexander Sema im Tor, Bruder Max im Feld.
Dansenberger gehen als Favorit ins Derby
An der mehr als deutlichen Favoritenrolle der Dansenberger, hat sich nichts geändert. „Da brauchen wir nicht reden, wir sind Favorit“, sagt Egelhof und ergänzt: „Wir wissen aber auch, dass die Zweibrücker nie aufgeben.“ Das tat Egelhof im SV-Trikot nicht – und auch jetzt im TuS-Trikot nicht. Mittlerweile wohnt er in Kaiserslautern in einer Wohngemeinschaft, absolviert den Fernstudiengang Soziale Arbeit und arbeitet bei der Lebenshilfe Kaiserslautern. Er betreut Menschen mit Beeinträchtigung, die alleine wohnen können, dabei Unterstützung brauchen. „Die Arbeit und das Studium machen mir viel Spaß“, sagt Egelhof, der schon in der Zweibrücker Jugend soziale Kompetenz und Teamgeist bewies.
„Wie ich damals mein Abitur bestanden habe, weiß ich bis heute nicht“, sagt der seit einer Woche 24 Jahre alte Rückraumspieler lachend. Zu dieser Zeit trainierte er fast täglich, spielte beim SV 64 in der A-Jugend-Bundesliga und in der Dritten Liga und wurde 2016 mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft Vize-Europameister. „Eine echt schöne Zeit“, sagt Egelhof, der enge familiäre Bindungen in die Rosenstadt hat. Mama und Oma leben in Zweibrücken. Wenn es die Zeit zulässt, schaut er vorbei. „Aber die ist rar“, bedauert er mit Blick auf den dicht getakteten Spielplan.
Egelhof trainiert neben Arbeit und Studium die TuS-D-Jugend
Anfang September war er in Sachen Handball mal wieder in der Ignaz-Roth-Halle: als Trainer seiner TuS-D-Junioren beim Cap-Markt-Cup. „War schön“, freute sich Egelhof über das Wiedersehen. Die D-Junioren trainiert er als verantwortlicher Trainer gemeinsam mit Dansenbergs Neuzugang aus Wetzlar, Torben Waldgenbach. Auch Waldgenbach ist für Bullacher ein Beleg dafür, „wie gut der TuS besetzt ist. Auf jeder Position doppelt und gleichwertig“, sagt der SV-Trainer.