Zweibrücken VTZ mit Spielfreude, Gier und Leidenschaft

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LUDWIGSHAFEN. Danijel Grgic konnte sich ein wenig zurücklehnen. War der Trainer der VTZ Saarpfalz vor der Partie noch ein wenig angespannt, fand er am Ende sein Lächeln wieder. Mit dem ungefährdeten 29:18 (6:11)-Erfolg feierte seine Mannschaft bei der TSG Friesenheim II ihren vierten Oberliga-Sieg in Folge und bleibt weiter auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter TuS 04 Kl-Dansenberg.

Die Gier ist wieder zurück. Mit viel Leidenschaft und Spielfreude setzte die VTZ Saarpfalz ihren Siegeskurs auch beim Nachwuchs des Handball-Zweitligisten TSG Friesenheim II fort. Dabei hatten sich die Saarpfälzer auf die Partie bestens eingestellt. „Wir nehmen keinen Gegner auf die leichte Schulter“, sagte Grgic dazu. Er kannte schließlich die TSG-Jungs noch aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer der HG Saarlouis. Mit einer stabil wirkenden 3:2:1-Deckung verhinderte die VTZ Angriffsbemühungen frühzeitig und ließ auch TSG-Spielmacher Oliver Zeller kaum zur Entfaltung kommen. Dahinter konnte sich das Team zudem auf den erneut überragenden Torwart Yannic Klöckner verlassen. Nur bis zum 3:3 hielt Friesenheims Zweite, die nur acht Feldspieler zur Verfügung hatte, das Spiel offen. „Unser Ziel war es, mit einer starken Abwehr einen frühen Rückstand zu vermeiden“, begründete Uli Spettmann, der Cheftrainer Ralf Schmitt (Urlaub) vertrat, die aggressive Deckungsarbeit seiner Mannschaft. Friesenheim zeigte sich gegenüber den bisherigen Spielen in der Abwehr stark verbessert und unterband mit einer 6:0-Abwehr zunächst den Offensiv-Drang der Gäste. Zweibrücken übte sich in Geduld und ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Erst nach der 20. Minute fand die VTZ die richtigen Lösungen, um sich entscheidend abzusetzen. „Da haben wir uns durch einige schöne Aktionen freigespielt“, sah Grgic den Bann gebrochen. Nach der 11:6-Pausenführung erhöhten die Gäste das Tempo und zogen weiter davon. Immer wieder sorgte der wiedergenesene Philip Wiese mit Toren, aber auch mit schönen Anspielen aus dem Rückraum zu Kreisläufer Vladislav Kurotschkin für erhöhte Torgefahr. Die Drei-Tore-Serie der VTZ zum 14:6 war die Vorentscheidung. Ein Grund, weshalb Grgic die Partie nutzte, um allen Akteuren ausreichend Spielanteile zu geben. Auch wenn die drei Nachwuchstalente Max Hartz, Philipp Mägel und Robin Sauer nicht dabei waren, kam es zu keiner Unterbrechung des Spielflusses. Die VTZ ließ die Zügel nicht schleifen und war weiter enorm gierig auf Tore. „Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine gute Leistung meiner Mannschaft. Alle Spieler kamen zum Einsatz und haben ihre Aufgaben gut gelöst“, meinte Grgic. Da gratulierte ihm auch respektvoll sein Trainerkollege Spettmann, der Grgic früher selbst noch auf dem Spielfeld gegenüber stand. „Der Sieg der VTZ war auch in der Höhe verdient. Das ist eine abgezockte und eingespielte Mannschaft, die auch eine Klasse höher spielen kann.“ Von seiner Mannschaft war er aber keinesfalls enttäuscht. „Wir haben Zweibrücken in der ersten Hälfte vor einige Probleme in der Abwehr gestellt, darauf lässt sich aufbauen“, sagte Spettmann. Wenn die Mannschaft weiter die Einstellung an den Tag lege wie in der ersten Hälfte, „dann sollten uns noch zwei Punkte gelingen“, so Spettmann. Denn noch sei der Klassenerhalt der TSG nicht sicher. Solche Sorgen kennt die VTZ nicht. So spielten sie TSG Friesenheim II: Vollbrecht, Kunz - Brahm (1), Zeller (4/1), Herrmann - Willner (5), Thilmann (2) - Meisel (2) - van Marwick (4), Wendler VTZ Saarpfalz: Klöckner, Serr - Kraucevicius (4/1), Mokris (5/1), Wetz (2) - Stauch, Rolshauen (1/1) - Kurotschkin (6) - Wiese (4), Hauck (4), Rifel (3) Baumgart, Mohn Spielfilm: 3:3 (12.), 3:6 (21.), 5:9 (26.), 6:11 (Pause), 7:14 (36.), 12:21 (45.), 15:24 (49.), 17:27 (57.), 18:29 (Ende) - Zeitstrafen: 6:7 - Rote Karte: Herrmann (27., Foulspiel) - Siebenmeter: 1/1 - 2/2 - Beste Spieler: van Marwick, Zeller, Willner - Kurotschkin, Klöckner, Mokris - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Ebert/Rosteck (Andernach).

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