Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Von Überraschungen, fernem Daumendrücken und einem besonderen Account

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Wenn man doch gewettet hätte ...

Die Sportwettquote vor dem Landesliga-Duell der VB Zweibrücken gegen Tabellenführer SG Bad Kreuznach wäre wohl durch die Decke gegangen, hätte jemand vor dem Spiel auf die Mannschaft von David Schwartz gesetzt. 24-mal in Serie blieb die Mannschaft vom Hornbachstaden ohne Sieg in dieser Saison. Viermal ging es Remis aus, 20-mal mussten die VBZ in dieser Saison den Rasen als Unterlegene verlassen. 55 Punkte aus 24 Spielen hatten sich hingegen die Salinenstädter einverleibt. Klare Kräfteverhältnisse, sodass die Waage deutlich zugunsten der Gäste ausschlug. Der designierte Aufsteiger in die Verbandsliga Südwest muss sich verwundert die Augen gerieben haben, als am Ende ein 1:0-Heimsieg für die VB Zweibrücken auf der Anzeigetafel stand. Waldemar Schwab hatte in der 79. Spielminute den Ball in den Maschen des SG-Gehäuses untergebracht und für den Sieg gesorgt. Das sind dann die Geschichten, die nur der Fußball schreibt.

Ein munteres Scheibenschießen

„Das war ein offener Schlagabtausch, es ging hoch und runter – wir hatten eine gute Chancenauswertung“, meinte Björn Rieger, Spieltrainer des SV Bottenbach nach dem – ACHT ZU FÜNF – Auswärtssieg seiner Mannschaft beim SSV Höheinöd. Dabei lag sein Team nach 64 Spielminuten noch mit 4:5 im Hintertreffen. „Wir haben drei Standards reinbekommen. Die Höheinöder haben ein paar kopfballstarke Jungs. Aber es war generell ein munteres Scheibenschießen“, sagt Rieger, der nach dem 4:5-Rückstand auf eine Dreierkette umstellte, um seine Abwehrreihe etwas zu stabilisieren. „Dann haben wir sie besser in den Griff bekommen. Den Rest vom Spiel haben wir 4:0 gewonnen“, meinte Rieger lachend, der sich nicht erinnern konnte, jemals schon ein solches Spiel erlebt zu haben. Erst am Ende der Begegnung wurde es dann noch etwas unschön, als es nach einer Rangelei noch zwei Rote Karten, jeweils eine für jedes Team, im Duell der B-Klasse West gab. „Nach ein paar Minuten war es dann wieder okay. Die beiden Spieler haben sich die Hand gegeben. Anschließend haben wir noch im Sportheim zusammen gesessen“, sagt Rieger, der den Abend nach eigenen Worten nicht so schnell vergessen werde.

Mitfiebern aus dem fernen Vietnam

Asien ist der Kontinent des Tischtennis. Dort wird in aller Regelmäßigkeit das stärkste Tischtennis überhaupt gespielt. Timo Schultz aus Rieschweiler-Mühlbach ist zur Zeit in Asien, genauer gesagt in Vietnam. In Vietnam, tausende Kilometer entfernt von Illtal, wo sein TTC Nünschweiler am vergangenen Samstag um den Klassenverbleib kämpfte, fieberte Schultz mit. „Ich bin bis Donnerstag noch in Vietnam“, meinte Schultz, der jedoch bestens über den Ausgang des Spiels informiert war. Denn seine Truppe hat mit einem 5:5 gegen Vizemeister Illtal doch noch einen Zähler geholt, den 1. FSV Mainz 05 III der parallel verlor, in der Oberliga Südwest noch überholt und damit den direkten Klassenverbleib des TTC Nünschweiler gesichert. „Ich habe eher gedacht, dass wir uns auf die Relegation vorbereiten müssen“, meinte Schultz, der aus beruflichen Gründen in Vietnam weilte und sehr froh war, dass seine Mannschaft einen Zähler geholt hat. „Es war stark von den Jungs, dass sie einen Punkt mitnehmen“, sagte Schultz, der von einer sehr guten Rückrunde und einem guten Saisonabschluss sprach, den sein Team hinlegte.

Eher für den eigenen Gebrauch

Ein Bär samt EGW-Trikot grüßt auf dem Instagram-Account der Golfer des EGW, untermalt von allerlei Jubel- und Spielerbildern. Auch von der RHEINPFALZ-Sportlerwahl in der vergangenen Woche ist ein Bild samt Magnumflasche Sekt auf der Seite zu sehen. „Der Instagram-Account wird von Sophie Hempel gepflegt“, erklärt die Kapitänin des Ersten Golfclubs Westpfalz, Andrea Pfersdorf. Doch damit soll weniger für Aufmerksamkeit nach außen gesorgt werden. „Es ist das Ziel noch mehr Teamgeist hervorzurufen. Das war Sophie Hempels Idee“, lobt Pfersdorf, die sich freut, dass sich der Instagram-Account clubintern einer sehr großen Beliebtheit erfreut und etliche Klicks hat. Eine starke Idee – ohne Publicity, einfach nur für den eigenen Verein. Bilder von der Mitte Mai startenden Saison soll es dann auch in den sozialen Medien geben. Ganz ernst nimmt sich der EGW dabei auch nicht immer: Neuzugang Luisa Schwinn wurde auf dem Instagram-Account lachend mit einem Ballbehälter auf dem Kopf gesichtet.

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