Zweibrücken
Umfrage: Das sind die schlechtesten Straßen in Zweibrücken
Die Zweibrücker scheinen unzufrieden mit vielen ihrer Straßen. Mehrmals wurde in den Kommentaren unter unserem Aufruf bei Facebook der Vorschlag gemacht, einfach nach den „guten“ Straßen in der Stadt zu fragen. Dann sei die Diskussion um einiges kürzer. Neben zahlreichen solcher Kommentare wurde eine Straße am häufigsten genannt, die zwar nicht durch die Innenstadt führt, aber aus der Rosenstadt heraus: die Straße von Mittelbach zum Blieskasteler Stadtteil Altheim. „Die Straße ist bald ein Wunder der Natur“ und „eine Katastrophe für die Stoßdämpfer“, so äußerten sich die Facebooknutzer zu der Straße. In einer Familie werde sie liebevoll „Schüttelbach“ genannt. Die Straße heißt bis zur saarländischen Grenze L 465, dann läuft sie als L 101 weiter. Hier gibt es gute Nachrichten: Der Landesbetrieb Mobilität Kaiserslautern (LBM) hat angekündigt, die Straße im Bauprogramm 2026 bis zur saarländischen Grenze zu sanieren. Die Fahrbahn wird auf dem knapp zweieinhalb Kilometer langen Abschnitt verbreitert – von aktuell fünf auf sechs Meter. Die Tempobeschränkung auf 70 Stundenkilometer soll bestehen bleiben, weil die Strecke laut LBM auch nach der Sanierung für Autofahrer nur schwer einsehbar ist.
Am zweithäufigsten genannt wurde die Langentalstraße. „Trotz Tempo 30 ganz übel zu fahren“, kommentiert ein Facebook-Nutzer. Auch RHEINPFALZ-Leserin Christina Mayerhoff aus dem Neubaugebiet im Beckerswäldchen kann das nur bestätigen. Sie fragt sich, wann die Straße mal erneuert wird. Das wird in nächster Zeit wohl nichts, denn laut Rathaussprecher Jens John ist die Langentalstraße nicht im Straßenausbauprogramm 2021 bis 2025 enthalten. Aber der Stadtrat beschließe noch ein Ausbauprogramm für 2026 bis 2027. Welche Straßen darin berücksichtigt werden, könne noch nicht gesagt werden und werde durch den Stadtrat entschieden.
Flicken werden von Flicken zusammengehalten
Platz drei teilen sich zwei Straßen: die Pirmasenser Straße und die Fasaneriestraße. Zu Letzterer schreibt ein Facebooknutzer: „Da werden die Flicken nur von Flicken zusammengehalten.“ Bei der Pirmasenser Straße ändert sich der Zustand schon bald: Die entlang der ehemaligen Dorndorf-Schuhfabrik, der Gießerei Buchholz und dem entstehenden neuen Lidl in Niederauerbach führende Straße soll ausgebaut und mit beidseitigen Fahrradschutzstreifen versehen werden. Der erste Bauabschnitt, von der Einmündung Scheiderbergstraße bis zur Grundstücksgrenze Dorndorf, soll möglichst noch Ende April/Mitte Mai angegangen werden. Zehn Monate soll der Ausbau der etwa 300 Meter langen Straße dauern.
„Ein Dauertest für Stoßdämpfer“
Auch die Kreisstraße 7 von Mörsbach nach Kirrberg entlangzufahren, ist wohl für viele Zweibrücker ein Graus. Sie wird bezeichnet als „Strecke für Stoßdämpfer-Dauertest.“ Selbst ein Rettungswagen mit Patienten müsse dort auf dem Weg zur Uniklinik nach Homburg langsamer fahren. Und für Zweiräder sei die Straße „eine Zumutung“. Für die Straße ist laut Rathaussprecher John „der Bestandsausbau mit Hangsicherung“ im kommenden Jahr geplant.
Neben der Pirmasenser und der Fasaneriestraße wurden zwei weitere Straßen auffallend häufig für den Titel der schlechtesten Straße nominiert. Ganz vorne dabei die Schlachthofstraße in Ixheim. Hier gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte Nachricht: Die Schlachthofstraße ist derzeit gesperrt – seit November schon – voraussichtlich bis April. Der Grund dafür ist die gute Nachricht: Sie wird in drei Bauabschnitten saniert.
Die zweite Straße in der Innenstadt, die für viele unserer Leser die schlechteste Straße der Stadt ist, ist die Allensteinstraße – ebenfalls in Ixheim. Wer einen Jeep oder Ähnliches fährt, komme noch durch. „Ansonsten aufpassen, sonst kaputt“, kommentiert ein Nutzer bei Facebook.
Hier ist keine Besserung in Sicht: Laut Rathaussprecher Jens John sind Langentalstraße, Fasaneriestraße und Allensteinstraße nicht im laufenden Ausbauprogramm für die Zweibrücker Straßen enthalten. Aber er macht auch ein wenig Hoffnung und verweist auf das neue Ausbauprogramm für 2026 bis 2027, das der Stadtrat noch beschließt.